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Hochsauerlandkreis. Zum Welt-AIDS-Tag am Dienstag [01. Dezember 2015] verkaufen zwei Bäckereien im Hochsauerlandkreis AIDS-Schleifen. Mit dabei sind die Bäckereien „Ihr Backspezialist R. Leitner / Bäckerei G. Stapper“ aus Brilon und „Isken“ aus Winterberg.

Ich freue mich sehr darüber, dass die beiden Bäckereien mit dem Verkauf ein Zeichen gegen Diskriminierung HIV-positiver Menschen setzen und so Vorurteile abbauen wollen“, so Hubertus Martin, AIDS-Berater im Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises. „Besonders in Zeiten, in denen andere Themen die Medien beherrschen, ist es erforderlich darauf hinzuweisen, dass AIDS an Aktualität nichts verloren hat“ so Bäckermeister Ralf Leitner vom Briloner Backspezialisten. Ein Teil des Verkaufserlöses wird der Deutschen AIDS-Stiftung zur Verfügung gestellt. Martin selbst wird am Dienstag ab 14 Uhr in der Briloner Bäckerei in der Friedrichstraße 1 vor Ort sein und das Gespräch mit den Kunden suchen.

Die AIDS-Schleife gilt als Symbol für Solidarität und als Zeichen gegen Diskriminierung gegenüber HIV-positiven Menschen. Das das Thema AIDS auch in der heutigen Zeit an Aktualität nichts verloren hat, zeigt die vor wenigen Tagen öffentlich gemachte HIV-Infektion eines bekannten Hollywood-Schauspielers und die Reaktion seines sozialen Umfeldes auf die Infektion.

Die Briloner Backspezialisten mit den gebackenen AIDS-Schleifen: Helga Leitner (Inhaberin), Ralf Leitner (Bäckermeister und Konditor) und Bäckergeselle Mario Meiling. (v.l.n.r.). Foto: © Pressestelle Hochsauerlandkreis

Die Briloner Backspezialisten mit den gebackenen AIDS-Schleifen: Helga Leitner (Inhaberin), Ralf Leitner (Bäckermeister und Konditor) und Bäckergeselle Mario Meiling. (v.l.n.r.). Foto: © Pressestelle Hochsauerlandkreis

Die AIDS-Beratung des Gesundheitsamtes des Hochsauerlandkreises berät nicht nur zum HIV-Test sondern auch zum Zusammenleben mit Menschen mit HIV.“ Darauf weist Hubertus Martin im Vorfeld des Welt-AIDS-Tages hin. Viele Menschen sind im konkreten Umgang mit HIV-Positiven immer noch unsicher. Unnötige Infektionsängste führen häufig zur Diskriminierung von Menschen mit HIV.

Etwa ein Viertel der erwerbstätigen Menschen mit HIV berichten von diskriminierenden Reaktionen ihrer Arbeitsgeber. Besonders schwierig stellt sich auch der Umgang mit HIV-positiven Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen dar„, erläutert Hubertus Martin. Die Fachstelle „Sexuelle Gesundheit“ des Kreisgesundheitsamtes stellt ihr Knowhow gerne Arbeitgebern oder auch dem Personal von Kindergärten und Bildungseinrichtungen zur Verfügung. „Für Angst sollte man sich nicht schämen„, so Hubertus Martin, „wir unterstützen Menschen gerne beim Abbau ihrer Ängste und bei der Entwicklung eines alltäglichen Umgangs mit Menschen mit HIV„.

HIV wird im alltäglichen Zusammenleben nicht übertragen. Auch mit HIV-positiven Menschen zusammen zu arbeiten oder zu lernen, birgt keine Ansteckungsgefahr. Ende 2014 leben nach Angaben des Robert-Koch-Institutes, Berlin, rund 18.100 Menschen mit HIV oder AIDS in Nordrhein-Westfalen. Etwa 14.900 sind männlich, etwa 3.200 weiblich.

Für Fragen zum Thema HIV/AIDS und zum Testangebot steht die Fachstelle „Sexuelle Gesundheit“ des Gesundheitsamtes Hochsauerlandkreis unter der Telefonnummer 0291/94-4711 oder per Mail unter fsg@hochsauerlandkreis.de gern zur Verfügung.

Quelle: Pressestelle Hochsauerlandkreis