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Arnsberg / Sundern. Die Schüler des herkunftssprachlichen Unterrichts in Albanisch im Hochsauerlandkreis und Dortmund mit Lehrer Kemajl Callaku sowie 8 weiteren Lehrkräften an denen der herkunftssprachliche Unterricht in Albanisch im HSK stattfindet, hatten im vergangenem Jahr gemeinsam mit den albanischen Schülern aus Arnsberg-Sundern und Dortmund eine Schulfahrt in den Kosovo unternommen. Diese Aktivität wurde im Rahmen eines Schüleraustausches durchgeführt. Jetzt stand eine Gegeneinladung an.

Albanische Schüler aus dem Kosovo waren kürzlich in Arnsberg und Sundern. Die Schülergruppe hatte allerdings einen besonderen Hintergrund: Es waren Kinder, deren Eltern im Kosovokrieg gefallen sind. „Unterricht außerhalb der Schule“, hieß das Austauschprojekt. Ziel des Projektes war es Menschen aus der eigenen und aus fremden Kulturen zu begegnen, geschichtliche Hintergründe zu verstehen, die sprachlichen Fertigkeiten zu vertiefen und in internationalen Zusammenhängen denken zu lernen.

Foto: Lulezim Callaku ©

Foto: Lulezim Callaku ©

Durch diese Schüleraustauschprogramme bilden die Schulen im europäischen Raum gegenseitige wichtige Partnerschaften, die eine große Bedeutung für das heutige eng verflochtene Europa haben. Es hilft Vorurteile abzubauen und voneinander zu lernen. Nach Deutschland kamen 16 Schüler und drei Lehrkräfte albanischer Schulen aus den Gemeinden Peja, Rahovec, Suhareka und Kacanik. Begleitet wurde diese Aktivität von Nuhi Gashi, Vertreter des Bildungsministeriums der Republik Kosovo. Eltern aus dem herkunftssprachlichen Unterricht in Albanisch in Arnsberg-Sundern und Dortmund nahmen die Kinder für eine Woche bei sich zu Hause auf und sorgten für ihre Verpflegung.

Die Schüler erlebten eine außergewöhnliche Woche in Deutschland. Zu Ehren dieser Schülergruppe fand am 04. Mai 2014 in Müschede ein Kulturnachmittag statt. Die Schülerinnen und Schüler des herkunftssprachlichen Unterrichts in Albanisch sowie die angereiste Schülergruppe aus dem Kosovo präsentierten sich im Verlauf des Nachmittags mit Tanzaufführungen, sowie heimatlichen Volks- und Kinderliedern.

Foto: Lulezim Callaku ©

Foto: Lulezim Callaku ©

An dieser Veranstaltung nahmen auch der heimische Bundestagskandidat Dirk Wiese und SPD Bürgermeisterkandidat Gerd Stüttgen. Beide begrüßten diese Veranstaltung und betonten, dass der Austausch mit Schülern aus anderen Ländern die Bereitschaft fördert, im europäischen und internationalen Kontext zu lernen und sich die in einer globalisierten Welt nötige Flexibilität, Mobilität sowie kommunikative, interkulturelle und soziale Kompetenz anzueignen.

Die Schülergruppe besuchte auch den Movie Park in Bottrop, den Zoogarten in Duisburg und Großstädte wie Dortmund, Düsseldorf und Köln. Des Weiteren wurde die Schülergruppe offiziell im Rathaus der Stadt Arnsberg und Sundern von den jeweiligen Bürgermeistern empfangen. Auf dem Programm standen ebenfalls Besuche an deutschen Schulen, wie der Hauptschule Sundern und der Grimmeschule Arnsberg, welche auch die offizielle Einladung dieser Schülergruppe veranlasst hatte an.

Der herkunftssprachliche Unterricht hier vor Ort ist wichtig. Er ist ein Angebot für Schüler, zweisprachig aufzuwachsen. Zum Einen ihre Muttersprache zu beherrschen und zum anderen die Sprache ihrer zweiten Heimat sprechen zu können.

Quelle: Text verfasst von Lulezim Callaku ©