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Hochsauerlandkreis. Die ersten wichtigen Schritte auf dem Weg zum neuen Sys-tempreis sind getan: Die große Kundenbefragung des heimischen Trinkwasserversorgers Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) in Meschede, Olsberg und Bestwig ist abgeschlossen. Das Ziel: Das Kommunalunternehmen wollte ermitteln, wie viele Wohneinheiten in den drei Kommunen mit dem „Lebensmittel Nr. 1“ versorgt werden. Und der Rücklauf sei beeindru-ckend gewesen, so Christoph Rosenau, Kaufmännischer Geschäftsführer der HSW: „Weit über 90 Prozent unserer Kundinnen und Kunden haben sich beteiligt.“

„Spitzenreiter“ bei der Rücklaufquote ist die Stadt Olsberg mit 94,4 Prozent – dicht gefolgt von der Stadt Meschede mit 93,6 Prozent und der Gemeinde Bestwig mit 92,9 Prozent. Nun geht es daran, die Ergebnisse der Kundenbefragung auszuwerten und auf dieser Datenbasis dann Modelle für den künftigen Systempreis zu ermitteln. Hintergrund: Der Aufsichtsrat der HSW hat beschlossen, den bisherigen – in Meschede, Olsberg und Bestwig unterschiedlichen – Grundpreis ab dem 1. Januar 2014 durch einen neuen, einheitlichen Systempreis zu ermitteln.

In Wohngebäuden bildet dann nicht mehr die Größe des Trinkwasserzählers, sondern die Zahl der versorgten Wohneinheiten die Berechnungsgrundlage. Im gewerblichen Bereich wird ausschließlich nach Verbrauchsmengen abgerechnet. Ziel der Umstellung: „Wir möchten die Kosten für die Trinkwasserversorgung verursachergerechter verteilen“, betont Christoph Ro-senau – feste Kosten für Wasserwerke und Leitungsnetze sollen stärker auch als feste Bestandteile im Trinkwasserpreis abgebildet werden.

Mit dem Systempreis wolle sich das Kommunalunternehmen auch auf den demographischen Wandel – mit immer weniger Bevölkerung im heimischen Raum – einstellen, so der HSW-Geschäftsführer: „Durch das neue Preismodell werden wir von rückläufigen Verbrauchsmen-ge unabhängiger und können die Systemkosten verursachergerechter verteilen.“

Mit den Ergebnissen der Kundenbefragung hat die HSW nun die nötigen Daten, um den künftigen Systempreis fair und korrekt berechnen zu können. Bis zum Herbst soll dieser Pro-zess abgeschlossen sein – wie hoch der Systempreis für den Einzelnen ausfallen wird, ist deshalb zurzeit noch völlig offen. Ganz wichtig: Mehrerlöse erzielt die Hochsauerlandwasser GmbH durch die Umstellung nicht – Christoph Rosenau: „Wir wollen uns aber für die Zukunft vernünftig aufstellen.“

Weitere Informationen rund um die Umstellung auf den Systempreis gibt es unter www.hochsauerlandwasser.de im Internet. Christoph Rosenau: „Wer darüber hinaus persönliche Fragen hat, kann sich gerne an unser Team im Kundenbüro der HSW im Bestwiger Bürger- und Rathaus wenden.“

Quelle: Hochsauerlandwasser GmbH