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Hochsauerlandkreis. Das 100-jährige Bestehen der Möhnestaumauer wird auf vielfältige Weise verewigt und in alle Welt getragen. Nach der Sonderprägung in Silber und Gold folgt jetzt eine eigene Briefmarke: Am 4. April erscheint ein neues Postwertzeichen. Das „Geburtstagskind“ Staumauer ziert die ausdrucksstarke Sondermarke.

Sondermarke Möhnetalsperre

Sondermarke Möhnetalsperre

Sondermarke Ersttagesblatt

Sondermarke Ersttagesblatt

Das „Geburtstagskind“ Staumauer ziert die ausdrucksstarke Sondermarke

Das „Geburtstagskind“ Staumauer ziert die ausdrucksstarke Sondermarke

Kreiert haben die 90-Cent-Briefmarke Gerda M. Neumann und Horst F. Neumann. Mit ihrem dynamischen Konzept überzeugten die Wuppertaler Designer die Auftraggeber am Möhnesee. Die 44,20 mal 26,20 Millimeter große Marke zeigt den frontalen Blick auf die Staumauer und ist dezent in Blau-Weiß-Tönen gehalten. „100 Jahre Möhnetalsperre“ lautet die Aufschrift. Für den Druck zeichnet die Giesecke & Devrient GmbH, eine Leipziger Wertpapierdruckerei, verantwortlich.

Das Ersttagsblatt ist jetzt im Verkauf bei allen Postämtern und bei der Gästeinformation Möhnesee erhältlich. Es führt alle technischen Angaben zur Sondermarke auf und umreißt außerdem die Historie des „Westfälischen Meeres“. Die Briefmarke selbst, versehen mit dem Ersttagsstempel 4. April 2013, ist natürlich ebenfalls enthalten.

Ein Ersttagsblatt ist höchst interessant für Philatelisten, erreicht es oft doch ein Vielfaches des Katalogwerts der Briefmarke. Aber auch alle Einwohner von Möhnesee sowie Feriengäste haben mit der Sonderbriefmarke ein schönes Andenken an das Jubiläumsjahr.

Ein Jahrhundert ist es her, dass der Möhnesee als Wasserspeicher, Trinkwasser- und Energielieferant entstand. Noch heute ist die imposante Staumauer das schwerste Baudenkmal Nordrhein-Westfalens. Die Gemeinde feiert das Jubiläum mit vielfältigen Veranstaltungen. Im Mittelpunkt stehen Kultur, Wandern, Wassersport und allerlei weitere Aktivitäten. Und auch die Zeitreise in die bewegte, teils dramatische Geschichte der Staumauer wird immer wieder Inhalt der Veranstaltungsreihe sein.

Stempel, Briefe und postalische Dokumente als Zeitzeugen

Die Kette von Aktionen zum 100-jährigen Jubiläum bereichern nun auch die Soester Briefmarkenfreunde mit einer Ausstellung philatelistischer Dokumente und Belege. Diese zeigt: 1928 begann eine wesentliche bessere Postversorgung auf dem „platten Land“. Im Rathaus zeigen sie den postalischen Werdegang der Poststellen in den Dörfern von Berlingsen über Büecke und Delecke bis Wippringsen – ein Spiegelbild der Post- und Zeitgeschichte.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Ausschnitte aus Sammlungen des Soester Vereinsmitgliedes Helmut Delker. Philatelistische Belege und Ansichtskarten werden im Wechsel gezeigt.

Stempel, Sonderstempel, Briefe und postalische Dokumente belegen sowohl die Postgeschichte als auch die politische Entstehung und Entwicklung der Großgemeinde Möhnesee, die mit dem Hauptpostort Drüggelte – einer Poststation und Pferdewechselstelle – die auf der Strecke zwischen Arnsberg Soest begann. Dabei spielte der Möhnesee eine entscheidende Rolle. Mit dem Bau der Möhnetalsperre veränderte sich auch die postalische Situation. Körbecke wurde ein wichtiger Postort.

Quelle: Touristik GmbH Möhnesee