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Hochsauerlandkreis. Die Förderschullandschaft im Hochsauerlandkreis steht vor tiefgreifenden Änderungen. Für den Betrieb von Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ ist eine Mindestgröße von 144 Kindern nötig. Derzeit darf diese Zahl noch in Ausnahmefällen mit Zustimmung der oberen Schulaufsichtsbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg um bis zu 50 Prozent unterschritten werden. Nach Betrachtung der aktuellen Schülerzahlen erreicht mit Ausnahme der Fröbelschule in Arnsberg keine der Schulen diese Ausnahme-Mindestgröße von 72 Schülern.

In einer gemeinsamen Besprechung mit Landrat Dr. Karl Schneider haben sich die Bürgermeister im Hochsauerlandkreis einvernehmlich für eine Weiterentwicklung der Schullandschaft eingesetzt. Die Bürgermeister und das Schulamt für den Hochsauerlandkreis sehen angesichts der Entwicklung keinen anderen Weg, als die Schließung der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ zum 31. Juli 2014. Für die Fröbelschule in Arnsberg ist ein Auslaufen des Förderschwerpunkts „Lernen“ ab dem 1. August 2014 vorgesehen, der Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ bleibt an dieser Schule weiterhin bestehen.

Das gemeinsame Lernen aller Kinder an wohnortnahen Regelschulen ist dabei das erklärte Ziel. Dies ist ein erster Schritt auf dem Weg in eine inklusive Schullandschaft. Neben den Schülern sollen auch die Lehrkräfte der betroffenen Förderschulen in das Regelschulsystem der jeweiligen Kommunen integriert werden. Die frühzeitig ergriffene Initiative der Bürgermeister bietet die Chance einer besseren und gezielteren Planung und Vorbereitung für alle Beteiligten (Kinder, Eltern und Schulen), die so frühzeitig auf die Veränderungen reagieren können. Für die weitere Umsetzung werden die notwendigen Entscheidungen in den jeweiligen Stadt- und Gemeinderäte getroffen. Die einzelnen Kommunen werden zusätzliche Elterninformationen anbieten, die über die weitere Entwicklung aktuell informieren.

Quelle: Pressestelle Hochsauerlandkreis