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Hochsauerlandkreis. 65 Kilometer – keine Steigungen – Natur pur: Das ist der neue MöhnetalRadweg. Er ist am Freitag, 19. April 2013, an der Staumauer des Möhnesees offiziell eröffnet worden. Ab diesem Frühjahr bereichert er damit das radtouristische Angebot im Sauerland.

Eröffnung_MoehnetalRadweg.jpg: Die Vertreter der Städte und Gemeinden sowie der Kreise und Tourismusorganisationen bei der offiziellen Eröffnung des MöhnetalRadwegs (v.l.): Thomas Weber (Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus), Hubert Wegener (Bürgermeister in Ense), Karin Hahn (Verkehrsverein Arnsberg), Hans Dicke (Bürgermeister in Möhnesee), Peter Weiken (Bürgermeister in Rüthen), Reinhard Huxoll (1. Beigeordneter in Brilon), Manfred Gödde (Bürgermeister Warstein), Monika Korn (3. Stellvertretende Landrätin Kreis Soest), Dr. Karl Schneider (Landrat Hochsauerlandkreis).

Eröffnung_MoehnetalRadweg.jpg: Die Vertreter der Städte und Gemeinden sowie der Kreise und Tourismusorganisationen bei der offiziellen Eröffnung des MöhnetalRadwegs (v.l.): Thomas Weber (Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus), Hubert Wegener (Bürgermeister in Ense), Karin Hahn (Verkehrsverein Arnsberg), Hans Dicke (Bürgermeister in Möhnesee), Peter Weiken (Bürgermeister in Rüthen), Reinhard Huxoll (1. Beigeordneter in Brilon), Manfred Gödde (Bürgermeister Warstein), Monika Korn (3. Stellvertretende Landrätin Kreis Soest), Dr. Karl Schneider (Landrat Hochsauerlandkreis).

Genussradler werden sich über diese Nachricht freuen, weil der MöhnetalRadweg komplett ohne Steigungen auskommt – solange man flussabwärts fährt, natürlich. Die Route folgt immer dem namensgebenden Fluss Möhne. Sie verbindet somit auf 65 Kilometern die alte Hansestadt Brilon, unweit der die Möhne entspringt, mit den Orten Rüthen, Warstein, Möhnesee und Ense und schließlich mit Arnsberg-Neheim. Dort mündet der Fluss in die Ruhr und der MöhnetalRadweg trifft ebenso auf den beliebten RuhrtalRadweg.

MöhnetalRadweg Allee Copyright: Sauerland-Tourismus e. V. / Foto: Dennis Stratmann

MöhnetalRadweg Allee Copyright: Sauerland-Tourismus e. V. / Foto: Dennis Stratmann

Auch wenn Radler auf dieser sanften Tour, die von Start bis zum Ziel über 300 Höhenmeter hinabrollt, kaum aus der Puste kommen werden, sollten sie dennoch immer wieder anhalten und vom Sattel steigen. Denn unterwegs gibt es eine Menge zu bewundern, zum Beispiel die Möhne selbst. So befindet sich das Möhnetal im Wandel: Mittels des Projekts „Möhne Life“ – ein von der Europäischen Union gefördertes Naturschutzvorhaben – werden Teile der Aue renaturiert. Blumenbunte Talwiesen und lichte Auwälder werden wiederbelebt, auf dass viele Tier- und Pflanzenarten der Mittelgebirgstäler mehr und neuen Lebensraum finden. Radfahrer erwartet in Zukunft somit ein noch intensiveres Naturerlebnis.

Sehens- und erlebenswert sind ebenso die Orte und Bauwerke ab Wegesrand: Brilon mit dem ältesten Rathaus Deutschlands, die historische Stadt Rüthen mit ihrer Stadtbefestigung, Warstein-Belecke mit der schmucken Stütings Mühle, der „Sauerländer Dom“ in Neheim. In Arnsberg-Neheim erlebt der Radler zudem – im Vergleich zum übrigen Routenverlauf – einen Kontrast: Die anziehende Einkaufsstadt bietet urbanes Leben direkt an der Ruhr. Der landschaftliche Höhepunkt an der Trasse ist aber der Möhnesee, einer der größten Stauseen in Nordrhein-Westfalen. Der Radfahrer kann sich dort entscheiden, welchen Uferweg er für seine Tour wählt: Die Varianten über das Nord- oder das Südufer führen beide zum Wahrzeichen der Gemeinde Möhnesee: Zur imposanten Staumauer, die als das schwerste Baudenkmal Nordrhein-Westfalens gilt. In diesem Jahr wird mit einem opulenten Festprogramm ihr 100. Geburtstag gefeiert.

Staumauer Copyright: Sauerland-Tourismus e. V. / Foto: Dennis Stratmann

Staumauer Copyright: Sauerland-Tourismus e. V. / Foto: Dennis Stratmann

Auf dem MöhnetalRadweg kommen Bahntrassenfreunde auf ihre Kosten, denn große Teile des MöhnetalRadwegs verlaufen auf einer ehemaligen Bahnlinie. Nostalgiker können dazu passend in Warstein-Sichtigvor am Wegesrand historische Eisenbahnwaggons besichtigen. In Neheim schließt der MöhnetalRadweg an den RuhrtalRadweg an, womit sich weitere Möglichkeiten für Entdeckertouren durchs Sauerland auf zwei Rädern eröffnen. Denn über den RuhrtalRadweg gelangen Radler in östliche Richtung nach Meschede-Wennemen, wo wiederum die Nordschleife des Bahntrassen-Radweges SauerlandRadring anknüpft. Über diese Schleife radeln sie nach Süden zur Hauptroute des familienfreundlichen Rundweges mit seinen Attraktionen wie beispielsweise dem Fledermaustunnel. So webt der MöhnetalRadweg zusammen mit diesen Routen ein abwechslungsreiches Netz an Radwanderwegen durch die grüne Freizeitregion.

Bei all diesen Attributen ist es kein Wunder, dass der Radweg selbst schon seit Jahren fleißig von den Einheimischen genutzt wird. Neu erbaut wurde er also nicht. Jedoch kommt ab diesem Frühjahr die touristische Aufwertung hinzu. „Jetzt hat der Weg einen offiziellen Namen, eine Beschilderung, Info-Tafeln und einen Flyer mit Karte sowie eine Internetseite mit viel Wissenswertem gibt es ebenfalls“, sagt Ulrich Bork, Vorsitzender der Sauerland-Radwelt. „Erst jetzt ist der Weg richtig da!“

Rast am Wasser Copyright: Sauerland-Tourismus e. V. / Foto: Dennis Stratmann

Rast am Wasser Copyright: Sauerland-Tourismus e. V. / Foto: Dennis Stratmann

Wie alle touristisch erschlossenen Radwanderwege im Sauerland ist auch der MöhnetalRadweg durchgehend ausgeschildert: Das Logo zeigt eine blaue Flusswindung auf grünem Grund. Wichtigster Sponsor der Infrastruktur am Radweg ist die Warsteiner Brauerei – zu deren Besucherzentrum „Unsere Warsteiner Welt“ ein Abstecher vom MöhnetalRadweg auf jeden Fall lohnenswert ist. Infos: www.moehnetalradweg.de

Quelle: Stadt Arnsberg