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Hallenberg. Am 14. Juni 2014 trafen sich Kräuterpädagogen und Kräutergartenfreunde zum 10-jährigen Bestehen ihres Vereins im Landhaus Liesetal in Hallenberg-Liesen, wie immer mit abwechslungsreichem Programm in und mit der Natur. Auf einer Wanderung rund ums landschaftlich schöne Liesetal führte Sigrun Machemer-Röhnisch die Wanderer in die kulturlandschaftliche Entwicklung der Waldwiesentäler ein, die typische Elemente unserer Mittelgebirgslandschaft sind.

Zwischen Waldbestand und Wiesen führte der Weg, entlang von charakteristischen und artenreichen Gehölzsäumen, sanft bergan bis hinauf zur Quellregion der Liese. Am „Teufelstreppchen“ erwartete die Wanderer eine wohlverdiente Brotzeit, bevor sie der Weg linksseitig der Liese, entlang von Feucht- und Nasswiesen, wieder talabwärts führte. Alle Kräuterpädagogen erlebten hautnah, was es bedeutet, ein paar Stunden siedlungsfern, ohne Verkehrslärm, in relativer Störungsfreiheit zu wandern. Die Schutzwürdigkeit solcher selten gewordenen Waldwiesen-Täler, die in ihrer Schönheit und Vielfaltbegründet ist, konnte sie überzeugen.

Foto: Kräuterpädagogik in Westfalen e.V.

Foto: Kräuterpädagogik in Westfalen e.V.

Nach einer nachmittäglichen Stärkung mit Kaffee und Kuchen an der Josefshütte erwartete die Kräuterpädagogen ein Kräuter-Deko-Angebot mit Peter und Gerhild Hermanns, zwei Kräuterpädagogen aus dem benachbarten Schmallenberg. Diese beiden verstehen, wie man aus fast nichts eine schöne Tischdekoration zaubert, oder aus dem im Garten lästigen Klettenlabkrautund ein paar Blüten vom Strassenrand Kränze binden kann. Sie ernteten Staunen und Dank von den mit Kränzen geschmückten und fröhlich gestimmten Kräuterpädagogen.

Im Landhaus Liesetalgaben abends Peter Hermanns und Sigrun Machemer als Gründungsmitglieder des Vereins einen kurzen Rückblick auf 10 Jahre Vereinsgeschichte. Die heutige Vereinsvorsitzende Birgit Grebe-Frese würdigte die bisherige Aufbauarbeit des Vereins und die Vielfalt seiner Angebote: Kräuterpädagogische Schulungen, Fortbildungen, Seminare, einschließlich der Einrichtung und Betreuung des „Kräuterkümpchens“ durch die Kräutergartenfreunde.

Foto: Kräuterpädagogik in Westfalen e.V.

Foto: Kräuterpädagogik in Westfalen e.V.

Der Bürgermeister Michael Kronauge schloss sich mit einer Würdigung und Dank der Stadt Hallenberg an, erwähnte auch seine anfängliche Skepsis am Fortbestehen eines solchen Vereins in Hallenberg. Ein festliches Abendessen rundete schließlich den Tag ab. Es gab reichlich Gelegenheit für Begegnung und Austausch. Dank gilt allen, die geplant und mitgestaltet haben, auch den Mitgliedern, die mit ihrem Kommen Zeit und Wege nicht scheuten.

Die kräuterpädagogischen Schulungen des Vereins werden auch in Zukunft stattfinden. Die nächste beginnt im Frühjahr 2015. Koordination und Organisation liegen in den Händen von Dr. Katharina Vogelsang (Heilpflanzenschule Calendula, Gießen). Interessenten werden gebeten, sich frühzeitig anzumelden. (www.wildkraeuterpaedagogik.de)

Foto: Kräuterpädagogik in Westfalen e.V.

Foto: Kräuterpädagogik in Westfalen e.V.

Quelle: Kräuterpädagogik in Westfalen e.V.