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Eslohe / Hochsauerlandkreis (ots). Am Dienstag [01. Juli 2014] bekam ein Mann aus Eslohe einen vermeintlich erfreulichen Anruf. Ein angeblicher Mitarbeiter eines namenhaften Verlags aus Deutschland teilte dem 57-Jährigen mit, er habe einen fünfstelligen Betrag gewonnen, da er vor längerer Zeit an einem Gewinnspiel teilgenommen habe. Eine Notarin werde am nächsten Tag persönlich den Gewinn überbringen. Zum Schutz des Geldes werde ein Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens die Notarin begleiten.

Am nächsten Tag meldete sich dann das Sicherheitsunternehmen. Dieser Anrufer erklärte dem „Gewinner“ er müsse die Kosten für die Begleitung des Gewinnes durch das Sicherheitsunternehmen übernehmen. Da die Mitarbeiter des Unternehmens kein Bargeld annehmen dürften, sollte der 57-Jährige Paysafe-Karten im Wert von mehreren hundert Euro besorgen und die Codes dieser Karten vor der Gewinnübergabe telefonisch übermitteln. Dieser Aufforderung kam der „Gewinner“ jedoch nicht nach, woraufhin der Mann des Sicherheitsunternehmens das Gespräch beendete und auflegte.

Im Rahmen der Anzeigenerstattung bei der Polizei bestätigte sich der Verdacht des angeblichen Gewinners. Es handelte sich um eine Variante des Betrugs durch Gewinnversprechen. Der 57-Jährige hat also richtig gehandelt, in dem er die Übermittlung von Paysafe-Codes ablehnte. Denn: Wer die Codes der Karten hat, kann frei über den Betrag auf der Karte verfügen.

Die Polizei warnt dringend vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen im Zusammenhang mit Gewinnversprechen. Egal, ob sie angerufen werden, einen Brief oder eine E-Mail bekommen: Fragen Sie sich immer, ob Sie überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen haben. Wenn für die Zustellung, Überweisung oder Überbringung von Gewinnbeträgen eine Gebühr verlangt wird, sollten alle Alarmsirenen angehen. Seriöse Gewinnspiele sind niemals an eine solche Bedingung gekoppelt. Geben Sie also niemals Codes von Paysafe-Karten oder anderen, vergleichbaren Anbietern weiter und überweisen Sie niemals Gebühren für einen Gewinn. Sollte der Verdacht aufkommen, dass Sie betrogen werden sollen, notieren Sie sich die Telefonnummer, die gegebenenfalls in Ihrem Telefondisplay angezeigt wird und informieren Sie Ihre Polizei.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis