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Brilon (ots). Erneut ist im Hochsauerlandkreis zu einem versuchten Betrug durch einen sogenannten Schockanruf gekommen.

In diesem Fall wurde eine Ehepaar aus Brilon angerufen. Der Anrufer gab sich zunächst als Sohn des Paares aus. Als die Ehefrau erwiderte, ihr Sohn sei zu Hause, schwenket der Täter um und gab sich als Neffe aus. Anschließend schilderte der angebliche Neffe, er habe einen Unfall gehabt und sei verletzt. Dann übergab er das Telefon an einen weiteren Mann, der vorgab, Anwalt zu sein. Dieser schilderte, der Neffe hätte bei einem Unfall ein kleines Mädchen angefahren und dabei schwer verletzt. Bei einer Strafanzeige würden den Neffen jetzt drei bis fünf Jahre Freiheitsstrafe erwarten. Dies könne nur mit einer sofortigen Zahlung eines fünfstelligen Bargeldbetrags an die Eltern des Kindes abgewendet werden.

Da dem Ehepaar die Umstände sehr merkwürdig erschienen, fragten sie den „Anwalt“ gezielt nach dem Geburtsdatum des Neffen und nach weiteren Details zu dessen Person. Da die Anrufer diese Fragen nicht beantworten konnten, beendeten sie das Gespräch. Das Telefonat wurde komplett in russischer Sprache geführt.

Der Polizei ist diese Vorgehensweise bestens bekannt. Es handelt sich um Betrüger, die überwiegend aus Osteuropa anrufen und den Opfern immer ähnliche Geschichten von einer angeblichen Notlage naher Verwandter erzählen. Diese vermeintlichen Notlagen können vorgeblich immer nur mit der sofortigen Zahlung hoher Bargeldbeträge abgewendet werden. Alle diese Fälle sind frei erfunden und die Täter haben es lediglich auf das Geld der Opfer abgesehen. Wenn die Angerufenen auf den Betrug hereinfallen, erscheint wenig später ein Bote an der Wohnanschrift der Opfer und möchte das Bargeld abholen. Zielgruppe sind meistens ältere Menschen, die aus dem osteuropäischen Raum stammen.

Die Polizei rät dringend, sich keinesfalls auf die Übergabe von Bargeld einzulassen. Hinterfragen Sie genau, wer sie angeblich anruft. Details zu der vorgegebenen Person können die Täter nicht angeben und entlarven sich damit selber. Suchen Sie im Zweifelsfall von sich aus Kontakt zu den Personen, die sie angeblich um Hilfe bitten. Erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis