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Brilon / Altenbrilon. Am Sonntag [10. August 2014] fand das Festhochamt zum diesjährigen Schützenfest des Heimatverein Altenbrilon 1950 e.V. und anlässlich des 1041-jährigen Bestehens der Kapelle am Standort zu Brilon statt, woran 300 Festgäste, Freunde und Gönner teilnahmen.

Die ersturkundliche Erwähnung der Siedlung „Brilon – heute Altenbrilon im näheren bezeichnet – reicht den Aufzeichnungen zu Folge bis ins Jahr 973 zurück. Aus dieser Erwähnung stammt auch der Verweis auf eine eigene Pfarrkirche, welche dem Patrozinium des Heiligen Georgs geweiht war. Das Erstpatrozinium wie auch der Neuaufbau des Ostchores als Kapelle auf den Grundmauern der Georgskirche zu Brilon im Jahre 1665 nach dem 30-jährigen Krieges war dem Heiligen Georg geweiht.

Heiliger Georg:
Sein Name steht für Tapferkeit und Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit Der heilige Georg ist wohl eines der heroischsten Vorbilder der gesamten Christenheit. Am bekanntesten ist das Bild des Heiligen, wie er als Ritter auf einem Pferd sitzt und einen zunächst übermächtig erscheinenden Drachen bekämpft. Rund um Georg hat sich seit dem Mittelalter in ganz Europa eine vielfältige Verehrung entwickelt. So zählt der Heilige, von dem an vielen Orten Europas Reliquien verehrt werden, zu den vierzehn Nothelfern. Außerdem ist Georg unter anderem Schutzpatron von England und natürlich Georgien, zahlreichen Ritterorden, einigen Handwerksberufen.

Nach erneutem Verfall der Kapelle während des Siebenjährigen Krieges, wurde die Kapelle seitens der Briloner Jägerschaft erneut aufgebaut. Fortan ist selbige Kapelle dem Patronat des Heiligen Hubertus geweiht. Aus dieser Zeit stammt auch der Altar mit der Darstellung des hl. Hubertus. Das ursprüngliche Patrozinium des hl. Georg geriet bei der Bevölkerung nach und nach in Vergessenheit.

Die geweihte Altarfigur des Heiligen St. Georgs. Foto: Heimatverein Altenbüren

Die geweihte Altarfigur des Heiligen St. Georgs. Foto: Heimatverein Altenbüren

Im Rahmen des Festhochamtes konnte nunmehr die Heilige Georgsfigur – welche Dank eine großen Spendenbereitschaft aus Briloner Unternehmen und Bürgerschaft angeschafft und vom Briloner Holzschnitzer Franz Tüllmann (Brilon) letztendlich farblich fertiggestellt werden konnte – durch Pastor Hermann–Josef Schulte feierlich gesegnet und ihrer Bestimmung in der Kapelle übergeben werden. „Mit diesem letzten noch fehlenden Mosaikstein – der Beschaffung des Heiligen Georgs – konnten wir gemeinsam die Bestrebungen unseres verstorbenen Freundes und Ortsheimatpflegers Horst Weidtkamp innerhalb der Kapelle verfolgen, wie auch am Standort auf Jahre komplettieren und für nachfolgende Generationen sichern“, freut sich Ralf Wiegelmann Küster der Hubertuskapelle.

Auch Pastor Herman-Josef Schulte würdigte das Lebenswerk von Horst Weidtkamp – der sich im besonderen Maße für den Erhalt und die Renovierungsarbeiten der Hubertuskapelle mit seinen vielen fleißigen Helfern einsetzte – in seiner Festpredigt. So sei die Hubertuskapelle für viele Gläubigen ein besonderes Kleinod der Begegnung und Zuflucht zugleich.

Der Heimatverein Altenbrilon 1950 e.V. möchte an dieser Stelle dem Briloner Blasorchester unter der Leitung des Dirigenten Pietro Sarno für die musikalische Unterstützung während der Messe, wie auch beim Tambourcorps der freiwilligen Feuerwehr Brilon unter der Leitung von Freddi Renerich herzlich danken. Ebenfalls gilt ein besonderer Dank den fleißigen Organisatoren des Festhochamtes unter der Leitung des Küsters Ralf Wiegelmann mit seinen Helfern Reinhard Brinkmann und Franz Tüllmann, welche im Hintergrund während des laufenden Schützenfestes, persönliche Höchstleistung erbracht und somit zum guten Gelingen der Messe beigetragen haben.

Quelle: Heimatvereins Altenbrilon