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Brilon/Südwestfalen. Die heimischen Wälder dienen der Naherholung, sind landschaftsbildend, aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Südwestfalen. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder liefern den Rohstoff für vielfältige Anwendungen beispielsweise im Hausbau und sind Grundlage für mehr als eine Million Arbeitsplätze, überwiegend in ländlichen Regionen. Die Briloner Firma Egger bietet alleine 1000 Menschen einen Arbeitsplatz, davon 150 im Sägewerk.

Der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese und sein ostwestfälischer Kollege Elmar Brok sind einer Einladung der Bundesverbände der Säge- und Holz- industrie in Deutschland (VDS und BSHD) und der Firma EGGER gefolgt, sich über die nachhaltige Waldwirtschaft und das Produkt Holz zu informieren. Bei dem Gespräch mit Andreas Reiterer, Leitung Vertrieb EGGER, Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer BSHD und Bertram Cramer, Leitung Holzeinkauf EGGER ging es u.a. um die zunehmenden Forderungen nach mehr Großschutzgebieten und somit dem Verzicht auf nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. „CO2-reduzierend und damit umwelt-schonend sind nur bewirtschaftete Wälder, deren Holz langlebig verarbeitet und am Ende energetisch genutzt wird. Urwälder sind im Wesentlichen CO2-neutral, da verrottendes Holz das CO2 wieder frei gibt, das es beim Wachsen aufnimmt. Durch die Verwendung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz werden so nach Angabe der Initiative HolzProKlima im Durchschnitt pro Jahr rund 105 Millionen Tonnen CO2 eingespart, dies entspricht 13% der gesamten Treibhausgasemissionen“ so Schmidt von der Sägeindustrie.

Andreas Reiterer, Leitung Vertrieb EGGER, Peter Liese, MdEP, Elmar Brok MdEP, Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer BSHD und Bertram Cramer, Leitung Holzeinkauf EGGER sind davon überzeugt, dass Holz ein natürlicher, klimafreundlicher nachwachsender Baustoff und ein wichtiger Umwelt- und Wirtschaftsfaktor für unsere Region Südwestfalen ist. Foto: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen

Sorgen bereitet der Firma, dass sie schon jetzt zu wenige Stämme für ihre Produktion erhalten und dass die Fichte als wichtigste Bauholzart seltener angebaut wird. „Durch ihr höheres Gewicht eignen sich Laubhölzer häufig nicht für die Anwendungen im Baubereich und die Kiefer hat zudem einen hohen Harzanteil, der das Holz vor der Witterung schützt“, erläutere Andreas Reiterer, Leitung Vertrieb EGGER.

Unsere landschaftsprägenden und artenreichen Mischwälder sind erst durch die nachhaltige Bewirtschaftung zu dem geworden, was sie heute sind. Unsere Wälder sind zudem Lebensgrundlage für viele Waldbauern und Grundlage für den Tourismus. Wenn wir jetzt verstärkt auf Urwälder setzen, fehlt uns in ein paar Jahren der schon jetzt zunehmend knapper werdende Rohstoff Holz. Es ist auch nicht umweltschonend, dass dann für die Verarbeitung benötigte Nadelholz über weite Entfernungen zu transportieren. Unsere heimischen Firmen beziehen jetzt ihr Holz überwiegend aus einem Umkreis von ca. 150 km und liefern weltweit. Es ist wichtig, sich über unseren Wald Gedanken zu machen, Waldschutz und nachhaltige Waldwirtschaft schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Daher müssen wir neben den Naturschutzaspekten auch die Waldbauern und die verarbeitende Industrie berücksichtigen“, so die beiden Europaabgeordneten.

Quelle: CDU-Europa-Büro für Südwestfalen