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Brilon. Die Sparkasse Hochsauerland nimmt weiter an Fahrt auf: Nach dem Überschreiten der Milliardengrenze 2010 weist das zurückliegende Jahr 2011 ebenfalls ein Rekordergebnis vor. Das zeigen die Bilanzsumme (+5,1 Prozent) und das Kreditgeschäft (+ 9,9 Prozent). Der Zuwachs an verkauften Wertpapiere hat sich sogar mehr als verdoppelt.

Abermals ist die Bilanzsumme ein gewaltiges Stück gestiegen. Mit dem Sprung von 1,008 auf 1,059 Milliarden Euro in 2011 ist die Sparkasse Hochsauerland eine der er-folgreichsten unter den Milliarden-Sparkassen in Westfalen-Lippe. Das starke Wach-stum führt Vorstandschef Peter Wagner auf die Verbundenheit mit der Region, die Ge-schäftsstrategie der Sparkasse Hochsauerland sowie auf das konjunkturelle Umfeld zurück.

Aufschwung im Kreditgeschäft

Besonders positiv hat sich das Kreditgeschäft entwickelt. Neue Kredite in Höhe von 194 Millionen Euro bewilligte das Institut – ein Plus von 29 Millionen im Vergleich zu 2010. Mit 124 Millionen Euro (+17,6 Prozent) entfiel der Großteil auf den Bereich der Investitionskredite für Unternehmen und Selbstständige. Die Sparkasse Hochsauerland ist ein starker Partner der heimischen Wirtschaft, betont Sparkassendirektor Peter Wagner. „Die Zahlen zeigen, dass bei uns keine Kreditklemme herrscht. Wir sind stolz darauf, auf diese Weise ein Stück regionale Wirtschaftsförderung geleistet zu haben.“ Dank der Investitionen sind 140 neue Arbeitsplätze entstanden. Das habe sich auch auf den regionalen Arbeitsmarkt ausgewirkt und geholfen, die Arbeitslosigkeit im Geschäfts-gebiet niedrig zu halten.

Sparkassendirektoren Peter Wagner, Konrad Lenze und Ulrich Dolle. Foto: Sparkasse Hochsauerland

Auch Häuslebauer und Eigenheimbesitzer „bauen“ auf die Sparkasse Hochsauerland. Dem privaten Wohnungsbau flossen 54 Millionen Euro zu, 14 Millionen mehr als noch im Jahr davor. Gefragt waren Modernisierungs-, vor allem aber Energiesparmaßnahmen. „Die gewährten Kredite tragen damit nachhaltig zum Klimaschutz bei“, so Wagner.

931 Millionen Euro an Bestandskrediten registrierte die Sparkasse Hochsauerland. Damit ist der Bereich um 84 Millionen Euro gestiegen, was ein Plus von 9,9 Prozent ausmacht. Zum Vergleich: Die Sparkassen Westfalen-Lippe verzeichnen im Schnitt ein Plus von 3,2 Prozent. Die Sparkasse Hochsauerland nimmt damit in diesem Verbund mit Abstand eine Spitzenposition ein.

Einlagen gestiegen

Abermals Zuwächse verzeichnete die Sparkasse Hochsauerland bei Kundeneinlagen. Bei den klassischen Sparmodellen stiegen die Einlagen um 3 Millionen auf 715 Millio-nen. „Ein Erfolg ist dies vor allen Dingen vor dem Hintergrund massiver staatlicher Un-terstützung einiger Wettbewerber“, so Sparkassendirektor Konrad Lenze.

Besonders fleißig investierten Privatkunden ihr Erspartes jedoch in Fonds und Wertpa-pieren. Mit einem Zuwachs von 13 Millionen Euro stockte die Sparkasse Hochsauer-land den Bestand auf 172 Millionen Euro auf. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich der Zuwachs damit mehr als verdoppelt. Die Beratungsstrategie, Anlagen individuell und zielgerichtet auf die Situation des Kunden abzustimmen, anstatt produktbezogen zu verkaufen, sieht Vorstandsmitglied Konrad Lenze damit bestätigt. „Während an den Finanzmärkten allgemein eine Verunsicherung zu spüren ist, erweisen uns unsere Kunden großes Vertrauen bei unseren Anlageempfehlungen. Sie erkennen, dass unsere Beratungspraxis die Vorgänge transparenter macht und die Sicherheit für die getroffene Anlageentscheidung erhöht. Dies zahlt sich langfristig aus“, so Lenze.

Versicherungsgeschäft etabliert

Die Jahresbilanz zeigt es deutlich: „DIE Versicherungs Agentur“ der Sparkasse Hoch-sauerland ist zu einem festen Bestandteil des regionalen Versicherungsmarktes geworden. Im zehnten Jahr ihres Bestehens schreibt die „Sparkassen-Tochter“ mit insgesamt 4.200 Vertragsabschlüssen im Jahr 2011, ein Plus von satten 20 Prozent. „Als Vollagentur bietet dieser Geschäftsbereich einen Rundumservice von der Beratung bis zur Schadensabwicklung und das gesamte Portfolio der Versicherungsprodukte“, bilanziert Sparkassendirektor Ulrich Dolle. Der Renner dabei war die Altersvorsorge. Fast die Hälfte der Neuabschlüsse fiel auf diesen Bereich. „Auch hier erkennen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung und tragen durch Sensibilisierung und gute Beratung mit dazu bei, unsere Kunden im Alter abzusichern.

Engagement „aus der Region für die Region“

Die Sparkasse Hochsauerland ist ein entscheidender Motor der heimischen Wirtschaft. Dies zeigt sich immer wieder. Mit 241 Mitarbeitern trägt das Institut eine Bruttolohn-summe von 13,4 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2011 waren 26 Auszubildende im Haupthaus und in den Filialen beschäftigt, was eine Ausbildungsquote von 10,8 Prozent ausmacht. Alle werden davon übernommen. Von der guten Ertragslage profitiert der gesamte heimische Raum. Nach dem Prinzip „aus der Region für die Region“ kommt ein Teil der Mittel als Steuerrückflüsse den Kommunen zugute.

So erhielt die Gemeinde Bestwig 204.000 Euro an Gewerbesteuern, Brilon 444.000 Euro Hallenberg 92.000 Euro, Medebach, 82.000 Euro, Olsberg 162.000 Euro und Winterberg 212.000 Euro.

Zudem zeigte sich die Sparkasse Hochsauerland als aktiver Förderer von sozialen Projekten, Sport, Kultur und Umweltschutz. Insgesamt 455.000 Euro flossen in Spenden und Sponsoring, 65.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Quelle: Sparkasse Hochsauerland