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Brilon (ots). Am Mittwochnachmittag [23. Juli 2014] ereignete sich auf der Umgehungsstraße von Brilon (Bundesstraße 7) ein Verkehrunfall, bei dem drei Menschen schwer verletzt worden sind und hoher Sachschaden entstand. Gegen 15:20 Uhr war ein 21 Jahre alter Autofahrer auf der Strecke in Richtung Möhnestraße unterwegs. In dem Abschnitt zwischen den Abzweigen in Richtung Rixen und in Richtung Scharfenberg verläuft die Strecke in einer Rechtskurve.

Im Verlauf dieser Kurve geriet der junge Mann nach links auf den Straßenteil, der für den Gegenverkehr bestimmt ist. Dort kam es zu einer Frontalkollision mit einem Lkw, der in Richtung Altenbüren fuhr. Der 48-jährige Fahrer des Lkw mit Anhänger verlor durch die Wucht des Aufpralls die Kontrolle über sein Fahrzeug. Dadurch geriet er teilweise in einen Graben neben der Straße, wo der Lkw auf der Seite liegend zum Stillstand kam. Der Anhänger hatte sich mit dem Lkw verkeilt und stand massiv in Schräglage. Teile der Ladung wurden auf der Bundesstraße verteilt.

Bild vom Einsatz. Foto: Feuerwehr Brilon

Bild vom Einsatz. Foto: Feuerwehr Brilon

Ein 63 Jahre alter Motorradfahrer, der hinter dem Pkw des 21-Jährigen hergefahren war, konnte dem Unfallgeschehen nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr auf den Pkw vor ihm auf. Dieser war nach dem Zusammenprall mit dem Lkw herumgeschleudert worden. Er wurde wie der Lkw und der Pkw in den Straßengraben geschleudert.

Die drei beteiligten Fahrer wurden alle schwer verletzt. Der 48-Jährige und der 53-Jährige wurden vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär aufgenommen wurden. Der junge Pkw-Fahrer war zunächst in seinem Pkw eingeklemmt und wurde von den Feuerwehreinheiten Altenbüren und Brilon mit Hydraulischen Geräten aus dem Auto befreit. Er wurde nach notärztlicher Behandlung am Unfallort mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschraube in eine Klinik geflogen.

Bild vom Einsatz. Foto: Feuerwehr Brilon

Bild vom Einsatz. Foto: Feuerwehr Brilon

Die drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden und wurden sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat ein Rekonstruktionsgutachten in Auftrag gegeben. Nach polizeilichen Schätzungen ist bei dem Verkehrsunfall ein Sachschaden von über 100.000 Euro entstanden. Die Umgehungsstraße musste für mehrere Stunden komplett für den Verkehr gesperrt werden. Eine Freigabe der Strecke konnte erst nach 02:00 Uhr nachts erfolgen, da sich die Bergung und der Abtransport des Lkw als schwierig erwies. Darüber hinaus musste die Fahrbahn intensiv gereinigt werden.

Zu den Gründen, warum der 21-Jährige nach links in den Gegenverkehr geriet, können aktuell noch keine Angaben gemacht werden. Diese Frage ist neben anderen Gegenstand der Ermittlungen des Verkehrskommissariats. Diese dauern an.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis / Feuerwehr Brilon