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Brilon / Hochsauerlandkreis (ots). Das Sammeln von Spenden erreicht vor den Weihnachtstagen in jedem Jahr seinen Höhepunkt. Diese Hilfsbereitschaft versuchen in diesen Tagen auch Betrüger und Trickdiebe zu ihrem Vorteil zu nutzen. Sie sprechen an belebten Orten wie zum Beispiel Weihnachtsmärkten vornehmlich ältere Passanten an und bitten um Geldspenden für vermeintlich gute Zwecke.

So geschah es auch in der letzten Woche in Brilon. Dort waren am Donnerstag [04. Dezember 2014] drei junge Frauen und ein Mann auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. Sie hielten Besuchern des Marktes Klemmbretter vor, auf denen zu lesen war, dass für den Bau eines Zentrums für Taubstumme, Behinderte und arme Kinder gesammelt wird. Einige der Passanten spendeten auch für den vermeintlich guten Zweck.

Die Polizei Brilon griff die vier jungen Menschen, die alle aus Osteuropa stammen, auf und verhinderte weitere „Sammlungen“. Denn das Geld der Spender kommt in diesen Fällen keinem guten Zweck zu Gute. Die Spendensammler sind auch nicht taubstumm oder behindert, wie sie es oftmals vortäuschen. Der Zweck der gesamten Aktion zielt lediglich darauf ab, das Mitleid der Spender auszunutzen und an deren Geld zu kommen, was dann für sich selber ausgegeben wird, meistens aber an jemanden weitergegeben werden muss, der in der Hierarchie weiter oben steht als die Spendensammler, die auf den Straßen unterwegs sind. Oftmals ist es auch noch so, dass die Spender trickreich und unauffällig bestohlen werden, während sie für den guten Zweck Bargeld spenden.

Deshalb rät die Polizei dringend dazu, nicht auf dubiose Spendensammler hereinzufallen. Wer sicher gehen möchte, dass seine Spende auch dort ankommt, wofür sie gedacht ist und wo sie benötigt wird, kann dies auch bargeldlos und ohne Risiko per Überweisung tun. Natürlich sind auch seriöse Spendensammler in deutschen Innenstädten unterwegs. Aber diese Personen können sich entsprechend ausweisen und nachweisen, dass sie im Auftrag einer bestimmten Organisation unterwegs sind. Scheuen Sie sich deshalb nicht, nach einem entsprechenden Ausweis zu fragen, bevor Sie sich zu einer Spende überreden lassen.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Grafik: © KPB HSK (mit Genehmigung zur redaktionellen Verwendung)