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Bestwig. Fünf Windräder sollen auf dem „Kahlen Kopf“ zwischen Velmede, Halbeswig und dem Nierbachtal entstehen – einen entsprechenden Antrag haben private Investoren beim Hochsauerlandkreis gestellt. Die Gemeinde Bestwig soll nun ihrerseits beim HSK beantragen, dieses Vorhaben für ein Jahr zurückzustellen. Diese Empfehlung geben die Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses einstimmig dem Gemeinderat.

Hintergrund: Die Gemeinde Bestwig arbeitet aktuell an einer Änderung des Flächennutzungsplans. Ein Ziel ist es dabei – wie vom Gesetzgeber gefordert – der Windkraft im Gemeindegebiet „substanziell Raum zu geben“. Weil dieser Prozess zunächst abgewartet werden soll – und die Windkraft-Pläne am „Kahlen Kopf“ dem aktuell geltenden Flächennutzungsplan sowie dem neuen Vorentwurf widersprechen -, soll die Gemeinde Bestwig beim HSK die Zurückstellung beantragen. Eine endgültige Entscheidung über dieses Vorgehen soll der Gemeinderat treffen, der am Mittwoch [06. Juli 2016] zusammenkommt.

Zudem haben die Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses die Anregungen zur Änderung des Flächennutzungsplans, die im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingegangen sind, zur Kenntnis genommen. Sie werden im weiteren Verlauf des Plan-Verfahrens ausgewertet und beraten. Der Vorentwurf zu diesem Planwerk sieht acht – mögliche – Konzentrationszonen für die Windkraft im Gemeindegebiet vor. „Für all diese Gebiete gibt es Aktivitäten von Interessenten“, informierte Jörg Stralka, Leiter des Bau- und Umweltamtes, die Ausschussmitglieder. Allerdings seien die Sachstände in den einzelnen Arealen höchst unterschiedlich: Das Spektrum reicht von losen Anfragen bis zu sehr konkreten Planungen und Genehmigungsanträgen beim HSK.

Quelle: Gemeinde Bestwig