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Bestwig. Ein Weltmarktführer, der fest in der Region verwurzelt ist: In der Firma Tital fand jetzt eine Sitzung des Arbeitskreises „Wirtschaft“ der Gemeinde Bestwig statt. Ein Thema waren dabei auch die Erweiterungspläne, über die Tital-Geschäftsführer Philipp Schack die Arbeitskreis-Mitglieder informierte.

Landrat Dr. Karl Schneider stellte den Mitgliedern des Arbeitskreises Wirtschaft das Zukunftsprogramm des Hochsauerlandkreises vor.Bildnachweis: Gemeinde Bestwig

Landrat Dr. Karl Schneider stellte den Mitgliedern des Arbeitskreises Wirtschaft das Zukunftsprogramm des Hochsauerlandkreises vor.
Bildnachweis: Gemeinde Bestwig

Sehr bewusst habe man sich bei der Erweiterung für den Standort in der Region entschieden, argumentierte Philipp Schack – die engagierten und gut ausgebildeten Mitarbeiter hätten dabei ebenso eine Rolle gespielt wie die konstruktiven Gespräche mit der Gemeinde Bestwig. Allerdings: Förderprogramme und Zuschüsse in Millionenhöhe aus den neuen Bundesländern seien schon verlockend gewesen, räumte der Tital-Geschäftsführer ein. Er forderte die Politik auf, eine solche Subventionspolitik zu überdenken.

Gastredner des Treffens war Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises. Er stellte das HSK-Zukunftsprogramm vor. Nur als größere Einheit werde man bei der Landesregierung oder bei der EU auch wahrgenommen, warb er für die Region Südwestfalen, zu der sich der Hochsauerlandkreis und die Kreise Olpe, Soest, Märkischer Kreis und Siegen zusammengeschlossen haben.

Zudem appellierte der Landrat an die Arbeitskreismitglieder, die Stärken der heimischen Region offensiv zu vertreten – zum Beispiel auch, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das Sauerland sei mehr als Tourismus, Wandern und Skifahren. „Die Region Südwestfalen ist die drittstärkste Industrieregion in ganz Deutschland“, so Karl Schneider. Knapp unter 50 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze liegen im Bereich der produzierenden Wirtschaft mit vielen starken mittelständischen Unternehmen. Dies sei viel zu wenig bekannt und müsse deutlich mehr kommuniziert werden – „und dabei benötigen wir auch die Unterstützung der Unternehmen“, unterstrich der Landrat.

Aber auch die so genannten „weichen Standortfaktoren“ seien wichtig. Auch hier wolle das Zukunftsprogramm des Hochsauerlandkreises Akzente setzen. So beschäftigt sich die Politik unter anderem mit den Themen Bildung, Medizinische Versorgung, Nahverkehr, Energie und Klima und vielen weiteren Aspekten. Eine Betriebsbesichtigung der Firma Tital bildete den Schlusspunkt der Zusammenkunft.

Quelle: Gemeinde Bestwig