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Bestwig. Wie geht es weiter mit dem Bestwiger Ortskern, wenn die A 46 bis hinter Nuttlar weitergebaut ist? – Um Chancen und Perspektiven auszuloten, möchte die Gemeinde Bestwig ein Verkehrskonzept erstellen. Allerdings: Eine entsprechende Untersuchung ist erst dann sinnvoll, wenn konkrete Erfahrungen vorliegen, wie sich die Verkehrsströme nach Eröffnung des A 46-Teilstücks tatsächlich bewegen.

Diese Einschätzung des Fachplaners Dipl.-Ing. Jörg Kotthoff aus Meschede teilte die Gemeindeverwaltung jetzt den Mitgliedern des Gemeindeentwicklungsausschusses in deren jüngster Sitzung mit. „Eine qualifizierte Planung kommt ohne verlässliche Verkehrsbelastungszahlen nicht aus“, so Jörg Kotthoff. Sein Vorschlag: Nach der Freigabe des A 46-Teilstücks sollten an allen wichtigen Knotenpunkten zunächst Verkehrszählungen vorgenommen werden – „auf dieser Basis können dann Vorplanungen aufgestellt werden, die das Potenzial der Ortsdurchfahrt aufzeigen.

Ziel einer solchen Umgestaltung: „Weg vom KFZ-orientierten Straßenbild, hin zu einer leistungsstarken, attraktiven Ortsdurchfahrt mit Grünflächen und nutzungsorientierten breiten Nebenanlagen“, schreibt der Planer. Insbesondere sollten dabei die Knotenpunkte in den Blick genommen werden, wo Abbiegespuren um- oder sogar rückgebaut werden könnten.

Das allerdings ist momentan noch „Zukunftsmusik“. SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Liedtke schlug vor, das künftig zu erstellende Verkehrskonzept für die Bestwiger Ortsdurchfahrt intensiv mit den heimischen Gewerbetreibenden zu diskutieren. Und Hubert Strube (CDU) regte eine Prüfung an, ob für Haus- und Grundstücksbesitzer nicht Fördermittel des Landes NRW für den Städtebau beantragt werden könnten – nach dem Vorbild der Freienohler Ortsdurchfahrt. Bürgermeister Ralf Péus: „Es ist wichtig, dass die Gemeinde Bestwig auch weiter schrittweise ihre Infrastruktur verbessert, um für Bürger und Gewerbetreibende attraktiv zu bleiben.

Quelle: Gemeinde Bestwig