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Bestwig/Meschede. Positive Tendenzen – in Zahlen, vor allem aber in vielen kleinen und großen Projekten: Die Zusammenarbeit der Stadt Meschede und der Gemeinde Bestwig im Bereich Tourismus ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden.

Mit einer gemeinsamen Ratssitzung im Bestwiger Bürger- und Rathaus zogen jetzt die Bürgervertreterinnen und -vertreter aus Meschede und Bestwig eine Zwischenbilanz. Zentrale Botschaft: Die erfolgreiche Kooperation soll fortgesetzt werden.

Im Jahr 2003 hatten die Stadt Meschede und die Gemeinde Bestwig die Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) „Rund um den Hennesee“ ins Leben gerufen. Vier Jahre später bekräftigten die beiden Kommunen die Weiterführung dieser Kooperation – nun könnte sie noch weiter vertieft werden. Bürgermeister Ralf Péus (Bestwig) und sein Mescheder Amtskollege Uli Hess schlagen vor, die entsprechende öffentlich-rechtliche Vereinbarung unbefristet weiterzuführen. Darüber abstimmen werden die Räte in Bestwig und Meschede in ihren nächsten Sitzungen. Denn entscheiden durften die Bürgervertreter in ihrer gemeinsamen Sitzung nicht – dies ist gesetzlich nicht zulässig. „Die Sitzung ist aber ein politisches Zeichen, dass die Ratsmitglieder beider Kommunen hinter der Zusammenarbeit stehen“, so Bürgermeister Ralf Péus.

Norbert Arens (re.), Geschäftsführer der TAG „Rund um den Hennesee“, zog in der gemeinsamen Sitzung der Räte aus Meschede und Bestwig eine Zwischenbilanz der bisherigen touristischen Zusammenarbeit. Bildnachweis: Gemeinde Bestwig/Stadt Meschede

Norbert Arens (re.), Geschäftsführer der TAG „Rund um den Hennesee“, zog in der gemeinsamen Sitzung der Räte aus Meschede und Bestwig eine Zwischenbilanz der bisherigen touristischen Zusammenarbeit. Bildnachweis: Gemeinde Bestwig/Stadt Meschede

Norbert Arens, Geschäftsführer der TAG „Rund um den Hennesee“, konnte eine positive Bilanz der vergangenen zehn Jahre ziehen: „Wir zählen zu den Größeren im Sauerland“. Gemeinsame Wanderkarten, Internationale Workcamps, Mitarbeit in Wintersport-Arena, Bike-Arena, Beteiligung an „Sauerland Waldroute“ und „Sauerland Höhenflug“, Umzug der Tourist-Informationen in Meschede und Bestwig in die Nähe der jeweiligen Bahnhöfe – Norbert Arens konnte in seinem Vortrag auf eine Menge gemeinsam verwirklichter Projekte verweisen. Und ein Lob von Thomas Weber, Geschäftsführer des „Sauerland Tourismus e.V.“, einstreichen: „Sie machen es gut!

Thomas Weber konstatierte „Hingabe und Kontinuität“ bei den heimischen Touristikern – es sei der richtige Weg, inhaltlich und auch regional stärker zu kooperieren: „In seinen Entscheidungen ist es dem Urlauber egal, wo Kommunal- oder Kreisgrenzen verlaufen.“ „Tourismus bringt Mehrwert“, betonte Thomas Weber – Investitionen in den Fremdenverkehr kämen immer auch den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zugute. Und auch der heimischen Wirtschaft. Rund zwei Milliarden Euro Umsatz mache die Tourismuswirtschaft jährlich im Sauerland – etwa 10.000 Arbeitsplätze hängen direkt mit dem Fremdenverkehr zusammen.

Auch aus der Politik gab es Rückhalt für die Zusammenarbeit. Man habe vor zehn Jahren die richtige Entscheidung getroffen, resümierte Meschedes CDU-Fraktions-vorsitzender Willi Raulf: „Es kann dauerhaft nur gelingen, wenn wir die Sache gemeinsam anpacken im Wettbewerb der Regionen.“ Ebenso sah Thomas Liedtke, Fraktionschef der Bestwiger SPD, die Tourismusförderung als probates Mittel, um auch nach einem Weiterbau der A 46 die Besucher weiter für das Ruhrtal zu begeistern: „Die Zusammenarbeit zwischen Meschede und Bestwig ist gut.“

Meschedes Bürgermeister Uli Hess betonte, dass zwischen Bestwig und Meschede die Interkommunale Zusammenarbeit nicht nur „auf dem Papier gepflegt“ werde. Deswegen sei auch die gemeinsame Sitzung der Bürgervertretungen ein deutliches Zeichen – nicht nur in Sachen Tourismus: „Es zeigt, wie unsere beiden Kommunen miteinander umgehen.“

Quelle: Gemeinde Bestwig