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Velmede/Bestwig. Eine Schule vor Ort habe „viele, viele Vorteile“ unterstrich Matthias Risse, Rektor der Velmeder Andreasschule – kurze Wege und einen „kurzen Draht“ zwischen Eltern und Lehrern, ein lebendigeres Schulleben und vieles mehr. Die „Schule vor Ort“ im Franz-Hoffmeister-Schulzentrum soll ab dem kommenden Schuljahr ein Teilstandort der Sekundarschule Olsberg werden. Jetzt haben die Initiatoren aus Bestwig und Olsberg interessierte Eltern über das Projekt informiert.

In allen drei Bestwiger Grundschulen fanden Elternversammlungen statt, um Fragen zu der – an Ruhr, Valme und Elpe neuen – Schulform zu beantworten. In Olsberg gibt es die Sekundarschule bereits seit mehr als einem Jahr – und man habe hervorragende Erfahrungen gemacht, so Schulleiter Michael Aufmkolk. Besonders wichtig dabei: Die persönliche Förderung von Stärken und Talenten – und das längere gemeinsame Lernen. „Man gibt den Kindern mehr Zeit, um sich zu entwickeln“, unterstrich Michael Aufmkolk. Dabei sei die Sekundarschule mehr als „nur“ eine Nachfolgerin für Haupt- und Realschule: Durch die vertragliche Zusammenarbeit mit Gymnasien und Berufskollegs stehe Kindern, die eine Sekundarschule besuchen, nach der zehnten Klasse auch der Weg zum Abitur offen.

Elterninfo zur Sekundarschule: An der Velmeder Andreasschule beantwortete Michael Aufmkolk, Leiter der Sekundarschule Olsberg, Fragen zu der modernen Schulform. Foto: Gemeinde Bestwig

Elterninfo zur Sekundarschule: An der Velmeder Andreasschule beantwortete Michael Aufmkolk, Leiter der Sekundarschule Olsberg, Fragen zu der modernen Schulform. Foto: Gemeinde Bestwig

Bis zum 10. Oktober 2013 befragt die Gemeinde Bestwig nun die Eltern der derzeitigen Dritt- und Viertklässler an den gemeindlichen Grundschulen, ob sie eine Sekundarschule als Schulform für ihr Kind in Betracht ziehen. Bei mehr als 50 positiven Rückmeldungen kann das Verfahren zur Bildung eines Teilstandortes in Bestwig starten. Dies würde auch einen weiteren Erhalt des Franz-Hoffmeister-Schulzentrums möglich machen: Weil – wie in vielen anderen Orten auch – die Anmeldezahlen für Haupt- und Realschule zurückgehen, dürfen die beiden Schulen laut Bezirksregierung Arnsberg zum künftigen Schuljahr keine Eingangsklassen mehr bilden.

Eine Sekundarschule ist kein Ersatz für Haupt- und Realschule, sondern eine Weiterentwicklung“, unterstreicht Bürgermeister Ralf Péus. Sie sei eine echte Chance für eine künftige „Schule vor Ort“ – „vor allem aber ist sie eine echte Chance für die Kinder.“ Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Sekundarschule finden Interessierte auch unter www.bestwig.de im Internet.

Quelle: Gemeinde Bestwig