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Bestwig. „Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen?“ Diese zentrale Frage stellt Papst Franziskus in seiner viel beachteten Enzyklika „Laudato Si“. Und dieser Frage widmet sich auch das Missionarische Forum, zu dem die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel am Dienstag [27. Oktober 2015] in Kooperation mit dem Diözesankomitee des Erzbistums Paderborn ins Bergkloster Bestwig einladen.

Um 18 Uhr gibt es dann eine Expertenrunde, an der Vertreter einer Reparatur- und Instandhaltungs-AG, eines Biobauernhofes und die Referentin des Projekts „Faire Gemeinde“ im Erzbistum Paderborn, Hildegard Schäfer, teilnehmen. Sie hält auch das eröffnende Impulsreferat.

Frauen bei der Arbeit auf dem Feld in Nametória in Mosambik. Hier vermitteln die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel ihren Schülerinnen Grundkenntnisse für einen nachhaltigen Gemüseanbau. Foto: © Sr. Leila de Souza e Silva / SMMP

Frauen bei der Arbeit auf dem Feld in Nametória in Mosambik. Hier vermitteln die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel ihren Schülerinnen Grundkenntnisse für einen nachhaltigen Gemüseanbau. Foto: © Sr. Leila de Souza e Silva / SMMP

Die Sorge um die Erde als „das gemeinsame Haus aller Menschen“ durchzieht das Schreiben von Papst Franziskus. Es analysiert und benennt die gegenwärtigen Bedrohungen klar: unser Wohlstandsdenken, die Ausbeutung der Ressourcen oder die Gefahren des Klimawandels. Diese Probleme spiegeln sich auch in dem derzeitigen Flüchtlingsstrom aus dem afrikanischen Kontinent wider.

Diese Flüchtlingsbewegung trifft uns nicht so, als hätten wir sie nicht vorhersehen können. Neben Kriegen und Gewalt sind die Wirtschaftsinteressen und Handelsbedingungen der Industrieländer, aber auch Rüstungsexporte – unter anderem aus Deutschland – ausschlaggebend dafür, dass Menschen in ihrer Heimat ihre Lebensgrundlage verloren haben“, bemerkt Missionsprokuratorin Schwester Klara Maria Breuer.

Und sie fügt hinzu: „Deshalb setzt sich das Netzwerk Afrika Deutschland seit 1998 für Themen ein, die für die Entwicklung Afrikas wichtig sind, wie die Landnahme mit seinen schweren sozialen und ökologischen Folgen“. Das Netzwerk von Ordensgemeinschaften, die auf dem afrikanischen Kontinent tätig sind, und dem auch die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel angehören, verbindet sein diesjähriges Ansprechpartnertreffen mit der Teilnahme am Missionarischen Forum.

Hildegard Schäfer ist Referentin des Projekts „Faire Gemeinde“. Sie hält das Impulsreferat. Foto: © privat

Hildegard Schäfer ist Referentin des Projekts „Faire Gemeinde“. Sie hält das Impulsreferat. Foto: © privat

Dessen Überschrift lautet „Die Welt – unser gemeinsames Haus. Nachhaltig handeln im Zeitalter der Wegwerfgesellschaft.“ Auf die einleitenden Gedanken von Hildegard Schäfer folgen Praxisbeispiele, die zeigen, wie nachhaltiges Handeln gelingen kann: Auf dem Vauß-Hof in Scharmede oder in den Walburgisschulen in Menden.
Zudem fällt das Missionarische Forum in die Zeit des ökumenischen Klimapilgerwegs, auf dem derzeit Menschen in Richtung Paris unterwegs sind. Dort findet im Dezember der nächste Klimagipfel statt. „So reihen wir uns thematisch auch in die Anliegen der Pilger sowie in die Veranstaltungen ein, die im Rahmen des Klimapilgerwegs an verschiedenen Orten stattfinden“, hebt Schwester Klara Maria hervor.

Das Missionarische Forum im Bergkloster beginnt um 18 Uhr und dauert bis 21 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zwischen dem Impulsreferat und der Diskussion gibt es einen Abendimbiss. Weitere Informationen gibt Winfried Meilwes telefonisch unter 02904/808-241 oder per E-Mail an missionszentrale@smmp.de.

Quelle: Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP)