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Bestwig. Für viele Frauen, die „ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen führen“ – so der „Klassiker“ aus der Werbung – gehören sie einfach dazu: Minijobs. „Oft dienen sie dazu, das ,Familienbudget‘ zu ergänzen oder einfach, in Erziehungsphasen den Kontakt zur Arbeitswelt zu erhalten“, weiß Monika Kreutzmann, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Bestwig. „Minijobs: niedrige Beiträge, voller Schutz“ war deshalb das Thema beim diesjährigen Bestwiger Frauenfrühstück – mittlerweile auch schon fast zum „Klassiker“ geworden.

Gesunde Leckereien, interessante Information: Dirk Braus, Berater der Deutschen Rentenversicherung, informierte beim Bestwiger Frauenfrühstück um gesetzliche Neuregelungen bei den Minijobs. Bildachweis: Gemeinde Bestwig

Gesunde Leckereien, interessante Information: Dirk Braus, Berater der Deutschen Rentenversicherung, informierte beim Bestwiger Frauenfrühstück um gesetzliche Neuregelungen bei den Minijobs.
Bildachweis: Gemeinde Bestwig

Weit mehr als 100 Frauen aus Bestwig und Umgebung waren wieder auf Einladung von Monika Kreutzmann ins Bestwiger Bürger- und Rathaus gekommen – zu „Gutem für Leib und Seele“ in Form von Information und einem leckerem Frühstück. Als Fachmann informierte Dirk Brauns, Berater der Deutschen Rentenversicherung, über die Neuregelungen, die es seit dem 1. Januar 2013 bei den so genannten „geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen“ gibt.

Wichtigste Änderung: Die Geringfügigkeitsgrenze für Minijobber ist zum Jahresbeginn von 400 auf 450 Euro gestiegen. Arbeitgeber zahlen dafür wie bisher pauschale Rentenversicherungsbeiträge. „Neu ist, dass Minijobber zum pauschalen Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitgebers selbst einen Eigenbeitrag zuzahlen – damit genießen sie den vollen Schutz der gesetzlichen Rentenversicherung“, so Dirk Brauns. Vielen Frauen sei gerade diese Tatsache nicht bekannt, so der Rentenberater: „Die Ansprüche reichen damit von der Absicherung bei Erwerbsminderung bis hin zu Ansprüchen auf eine medizinische oder berufliche Rehabilitation.“ Außerdem gehörten Minijobber durch die Neuregelung zum unmittelbar förderberechtigten Personenkreis bei der Riester-Rente. Minijobber können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Solch einen Schritt solle man sich aber genau überlegen, warnt Dirk Brauns: „Das kann dazu führen, dass der soziale Schutz durch die gesetzliche Rentenversicherung eingeschränkt wird – deswegen sollte man sich vorher unbedingt informieren.“ Beratungstermine der Deutschen Rentenversicherung finden zum Beispiel immer 14-tägig bei der AOK in Meschede statt – hier kann man sich auch telefonisch anmelden.

Zum „Genuss für alle Sinne“ gehörte aber auch ein leckeres Frühstück – Monika Kreutzmann überraschte die Besucherinnen mit einer großen Auswahl gesunder und schmackhafter Leckereien. Mit mehr als 100 Teilnehmerinnen war das Bestwiger Frauenfrühstück wieder bestens besucht. Bei vielen Frauen habe die Veranstaltung mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender gewonnen, weiß die Gleichstellungsbeauftragte – wohl nicht zuletzt, weil die Mischung aus Unterhaltung, Information und Austausch einfach „stimme“. „Bei aller Belastung im Alltag ist es wichtig, sich manchmal eine Auszeit zu gönnen – und eben dazu will das Frauenfrühstück einen Beitrag leisten.“

Quelle: Gemeinde Bestwig