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Meschede/ Schmallenberg/ Bestwig/ Eslohe. Auf seiner letzten Vorstands-sitzung hat der Vorstand der LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“ beschlossen, fünf weitere Projekte in die Förderung aufzunehmen. Dabei ist eine Dorfgestaltungsmaßnahme in Grevenstein, neue Radstationen am SauerlandRadring in Wennemen und Eslohe-Kückelheim sowie ein Projekt zur Veranschaulichung des alten Schieferbergbaus in Nuttlar geplant.

Von besonderem Interesse für das Ruhrtal ist die geplante Inwertsetzung der Veleda-Höhle oberhalb von Velmede. „Es ist geplant, die Höhle begehbar zu machen. Zu bestimmten Zeiten im Jahr können interessierte Gruppen Führungen buchen. Zu diesem Zweck wollen wir den ersten Bereich der Höhle so gestalten, dass Gruppen z.B. auf einer Plattform Einblicke in den tieferen Bereich der 320 m langen Höhle gewinnen können. Tafeln innen und außen geben weitere Informationen über die Geschichte der Veleda-Höhle“, so Ralf Peus, Bürgermeister der Gemeinde Bestwig.

Über 3.000 Jahren diente die Höhle als Wohn-, Opfer- und Kultstätte, wie Wissen-schaftler nachweisen konnten. Insgesamt bis zu 24.000 Euro aus dem LEADER-Budget können für die baulichen Maßnahmen in der Höhle verwendet werden.

Der geschäftsführende Vorstand mit Peter Liese. Von links: Josef Peitz, Reinhold Weber, Peter Liese, Heinz-Peter Schmitt, Paul Gierse. Foto: Leader

Der geschäftsführende Vorstand mit Peter Liese. Von links: Josef Peitz, Reinhold Weber, Peter Liese, Heinz-Peter Schmitt, Paul Gierse. Foto: Leader

In der anschließenden Jahreshauptversammlung des LEADER-Vereins stellte der Regionalmanager Stefan Pletziger seinen Rechenschaftsbericht den interessierten Mitgliedern vor. Aktuell sind 98,7 % des LEADER-Budgets verplant. „Wichtig ist jetzt, dass alle geplanten Projekte ihren Bewilligungsbescheid bis Ende diesen Jahres erhalten“, so Reinhold Weber, der 1.Vorsitzende des Vereins. „Es gibt jedoch Signale, dass wir möglicherweise Mittel nachfordern können, wenn es weitere interessante Projekte in unserer Region gibt“, so Reinhold Weber weiter.

Mit besonderem Interesse verfolgten die Mitglieder den Ausführungen von Dr. Peter Liese MdEP, der über die Zukunft des EU-Programmes „LEADER“ berichtete. Der heimische Europaabgeordnete hat sich in Brüssel dafür eingesetzt, dass es eine neue LEADER-Phase geben wird. Alle ländlichen Regionen in Europa und natürlich auch in Nordrhein-Westfalen können sich neu bewerben. „Ob die Region „4 mitten im Sauerland“ allerdings wieder dabei sein wird, kann ich natürlich nicht sagen“, so Liese. „Die sehr erfolgreiche Arbeit, die Sie hier geleistet haben, hat natürlich auch anderen Regionen in Westfalen sehen lassen, was man mit LEADER alles bewirken kann. Das ermutigt natürlich auch andere Kommunen in NRW sich große Mühe bei der neuen Bewerbungsphase zu geben“, erläuterte der gebürtige Ostwiger bei seinem Heimspiel in Bestwig weiter.

Foto: Leader

Foto: Leader

Als besondere Anerkennung überreichte er eine Kopie des Friedensnobelpreises für die Europäische Union an den LEADER-Verein. „Meine Fraktion, die EVP, hat Medaillen des Friedensnobelpreises prägen lassen, um damit Personen und Initiativen auszuzeichnen, die sich für die Idee Europas in den Regionen engagieren“, erläutert Peter Liese.

Für weitere Informationen zu LEADER und bereits geförderten Projekten steht die Internetseite www.leader-sauerland.de oder der Regionalmanager Stefan Pletziger unter 02904 712 8822 zur Verfügung.

Quelle: LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“