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Bestwig / Velmede. Schritt für Schritt – das trifft nicht nur im übertragenden Sinn zu, wenn man das „Laufen lernen“ möchte. Denn wer den Laufsport für sich entdecken will, sollte die Belastung langsam steigern, weiß Markus Ricken vom Lauftreff im TuS Velmede-Bestwig. Für alle, die Körper und Geist in Bewegung bringen wollen, hatte er jetzt einen Laufanfängerkurs angeboten.

Denn Laufen kann eigentlich jeder, der gesund ist“, betont Markus Ricken. Elf Wochen lang haben sich unter seiner Leitung neun Erwachsene und vier Jugendliche gemeinsam auf den Weg gemacht. Laufen sei ein Sport für Körper und Seele gleichermaßen, so Markus Ricken: „Man wird gelassener, ausgeglichener – das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Mit regelmäßigem Training wird überschüssiges Fettgewebe ab- und Muskulatur aufgebaut.“ Allerdings: Zum einen sei es der richtige Weg, die sportliche Belastung Schritt für Schritt zu steigern, „und zum anderen muss man es wollen – Laufen ist auch Kopfsache.

Schritt für Schritt zum Laufsport: Markus Ricken (vorne rechts) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Laufanfängerkurses. Foto: © TuS Velmede-Bestwig

Schritt für Schritt zum Laufsport: Markus Ricken (vorne rechts) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Laufanfängerkurses. Foto: © TuS Velmede-Bestwig

Die Motivation, beim Laufanfängerkurs mitzumachen, ist dabei durchaus unterschiedlich. „Etwas für mich selber machen“, möchte zum Beispiel Katja Streich. „Allein rafft man sich nicht so leicht auf“, weiß Heike Hogrebe, „in der Gruppe ist Laufen aber eine Super-Sache.“ Diese Erfahrung hat auch Markus Ricken gemacht – er ist seit vielen Jahren im TuS-Lauftreff unterwegs und engagiert sich auch als Abteilungsleiter: „In der Gruppe ist es einfacher, weil man sich gegenseitig Motivation geben kann.

Ebenso wichtig sind Ziele, die man auch erreichen kann. Los ging es deshalb mit einer Minute Laufen und einer Minute Gehen im Wechsel, unterbrochen von Dehn- und Kräftigungsübungen. „Lieber langsamer laufen und allmählich die Intensität der Trainingseinheiten steigern“, erklärt Markus Ricken. Das Ziel. Am Ende des Kurses sollten die Aktiven in der Lage sein, 30 Minuten am Stück zu laufen – „nicht zu verwechseln mit rennen“, betont der Lauflehrer: „Tempo ist immer eine ganz persönliche Sache.“ Zweimal pro Woche wird gelaufen, „und die dritte Laufeinheit ist dann die Hausaufgabe, die persönlich angegangen werden sollte.

Gelaufen wurde zunächst in Föckinghausen; später vom Hennenohl (Foto) aus Richtung Gepke oder Nuttlar. Foto: © TuS Velmede-Bestwig

Gelaufen wurde zunächst in Föckinghausen; später vom Hennenohl (Foto) aus Richtung Gepke oder Nuttlar. Foto: © TuS Velmede-Bestwig

Das Schöne an der Gruppe ist, dass wir alle Anfänger sind“, meint Katja Streich – Gruppentraining verhindere auch, dass man „das Ganze falsch angeht – und man hat bei Bedarf jemanden, der einem in den Hintern tritt.“ Getreten werde aber höchstens die Laufstrecke, stellt Markus Ricken klar. Rund 3,5 Kilometer sind es pro Einheit. Gelaufen wurde zunächst in Föckinghausen; später vom Hennenohl aus Richtung Gepke oder Nuttlar. Zwar melde sich der berühmt-berüchtigte „innere Schweinehund“ bei jedem Läufer immer mal wieder, weiß Markus Ricken: „Aber gerade die Gruppe hilft, dass das Bellen nicht so hörbar ist.“ Und auch seinen Laufanfängern macht er ein Kompliment: „Diese Gruppe hat sich richtig gut entwickelt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen auch nach Kursende dem neu entdeckten Laufsport treu bleiben – ob eigenständig als Gruppe oder angebunden an den Lauftreff im TuS Velmede-Bestwig, wird sich zeigen. Laufen sei ideal für die Fitness und zudem entspannend, hat Heike Hogrebe erkannt: „Es ist toll, wenn man merkt, dass es geht – und es geht nicht nur, es läuft sogar.

Quelle: TuS Velmede-Bestwig