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Bestwig. Wenn der Landesbetrieb Straßen.NRW – voraussichtlich noch im August 2014 – mit der Sanierung der Heringhauser Straße beginnt, unternimmt auch die Gemeinde Bestwig wichtige Schritte, um das neue Wohn- und Gewerbegebiet „Wiebusch“ mitten in Bestwig weiter zu erschließen. Entsprechende Baumaßnahmen werden eigens in den Zeitraum verlegt, in dem der Streckenabschnitt ohnehin gesperrt ist.

Diese Gemeinschaftsmaßnahme macht es möglich, dass die Arbeiten zügig erfolgen können; zudem vermeiden wir, dass es zweimal zu Verkehrsbehinderungen auf der L 776 kommt“, erläutert Jörg Stralka, Leiter des Bestwiger Bau- und Umweltamtes. Hintergrund: Der Landesbetrieb will ab August einen Abschnitt der L 776 sanieren, in dem es im Frühjahr zu einem Böschungsrutsch gekommen war – Ursache dafür waren im April 2014 starke Regenfälle.

Für die Gemeinde Bestwig und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des HSK (WFG) bietet sich so die Möglichkeit, sich mit dem Ausbau des Knotenpunktes zwischen dem Wohn- und Gewerbegebiet und der L 776 den Arbeiten „anzuschließen“. Konkret ist geplant, auf der L 776 aus Fahrtrichtung Heringhausen eine Abbiegespur einzurichten, von der aus man dann in die zukünftige Verlängerung der Kapellenstraße weiterfahren kann. „Dafür muss auch der Gehweg etwas verschwenkt werden“, erläutert Jörg Stralka.

Wird in den kommenden Wochen umgestaltet: Der „Knotenpunkt“ zwischen L 776 und der Zufahrt zum östlichen Teil des Wohn- und Gewerbegebietes „Wiebusch“. Bildnachweis: Gemeinde Bestwig

Wird in den kommenden Wochen umgestaltet: Der „Knotenpunkt“ zwischen L 776 und der Zufahrt zum östlichen Teil des Wohn- und Gewerbegebietes „Wiebusch“. Bildnachweis: Gemeinde Bestwig

Im Einmündungsbereich der neuen Straße selbst entsteht zudem eine Überquerungshilfe, damit man „sicheren Fußes“ von einer Straßenseite zur anderen kommt. „Dass die Überquerungshilfe barrierefrei ist, versteht sich von selbst“, so Jörg Stralka. Damit werden dann die Voraussetzungen geschaffen, um die neue Straße im kommenden Jahr endgültig fertigzustellen. Sie führt dann durch den Ostteil des Wohn- und Gewerbegebietes zur L 776. Besonders für Wohnstraßen wie Kapellen- und Grimmestraße wird das eine Entlastung mit sich bringen. Bis dahin bleibt die Strecke ein Wirtschaftsweg, der durch eine Schranke abgesperrt wird.

Ebenfalls im kommenden Jahr wird dann ein Areal zwischen der Straße „Hegeners Feld“ und der Verbindungsstraße als Wohngebiet erschlossen. Je nach Bedarf könnten dann an dieser Stelle ca. zehn Wohnbaugrundstücke entstehen. Interessenten, so Jörg Stralka, können sich schon jetzt im Bau- und Umweltamt im Bestwiger Bürger- und Rathaus vormerken lassen. Erschlossen sind bereits zwei Gewerbegrundstücke des östlichen, rund drei Hektar großen Bereichs des Gewerbegebietes – mit einer optimalen Anbindung an die Landesstraße 7 76. Bei Bedarf würde zur weiteren Erschließung eine Stichstraße gebaut. Jörg Stralka: „Wer 2015 eine Teilfläche erwerben möchte, kann sich ab sofort im Bürger- und Rathaus näher informieren.“ Rund 200.000 Euro investiert die WFG HSK in die Arbeiten, die jetzt anstehen.

Der Gemeindeverwaltung sei bewusst, dass ein solches Großprojekt nicht komplett ohne Lärm, Verschmutzungen und Behinderungen für den Verkehr umsetzbar sei, so Bürgermeister Ralf Péus. Die Minimierung solcher Einschränkungen sei aber stets ein wichtiges Prinzip bei allen Planungen, so der Bürgermeister, der gleichzeitig um Verständnis bittet: „Wir können uns dabei bewusst sein, dass wir mit diesem Wohn- und Gewerbegebiet ganz entscheidende Impulse für Arbeitsplätze und Leben in unserer Gemeinde setzen.

Quelle: Gemeinde Bestwig