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Bestwig. Das Jahr ändert sich, die finanziellen Rahmenbedingungen bleiben in der Gemeinde Bestwig gleich – nämlich äußerst schwierig. „Auf Kante genäht“ ist deshalb der Haushaltsentwurf für das Jahr 2013, den Bürgermeister Ralf Péus den Ratsmitgliedern jetzt vorgelegt hat. Nicht von ungefähr sei deshalb bei der Erstellung des Zahlenwerks „der Rotstift das wichtigste Werkzeug“ gewesen.

Wieder müsse die Gemeinde Bestwig an ihre „Reserve“ – die so genannte Rücklage – gehen, um das Defizit von 963.000 Euro im Ergebnishaushalt zu decken, so Ralf Péus. Nur, weil das Defizit des Jahres 2012 aller Voraussicht nach geringer ausfalle als erwartet, müsse die Gemeinde Bestwig für 2013 nach jetzigem Stand kein Haushaltssicherungskonzept aufstellen, so der Bürgermeister. Die Lage sei allerdings kein Einzelfall: 51 Prozent aller Kommunen in NRW müssten zum Haushaltsausgleich Mittel aus ihrer Rücklage entnehmen, so Ralf Péus, 22 Prozent müssen ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen, 17 Prozent aller Städte und Gemeinden fallen sogar unter das Nothaushaltsrecht: „Das sind Zahlen, die alarmieren müssen.“ Nur die Tatsache, dass man im Rahmen der Haushaltseinbringung für das Jahr  2012 die Steuersätze erhöht habe, habe die Gemeinde Bestwig davor bewahrt, schon für 2012 ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen – „und sie wird uns nach jetzigem Stand auch für 2013 davor bewahren.“

Quelle: Gemeinde Bestwig