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Bestwig. Weniger Papier, einfachere Kommunikation – und letztlich geringere Kosten: Der Gemeinderat Bestwig hat jetzt den Weg hin zur digitalen Ratsarbeit eingeschlagen. Ab Sommer 2015 können Bürgervertreter freiwillig darauf verzichten, Sitzungsunterlagen und Verwaltungsvorlagen in gedruckter Form zu erhalten.

Hintergrund: Bereits seit dem Jahr 2004 ist in Bestwig das Internet-Portal „Allris“ in Betrieb – ein Angebot, mit dem sich Bürgerinnen und Bürger, aber auch Ratsmitglieder auf der Homepage www.bestwig.de einfach und bequem über Sitzungstermine, Tagesordnungen und Verwaltungsvorlagen informieren können. Das „Allris“-Portal macht es möglich, dass Ratsmitglieder während der Sitzungen von Gemeinderat und Ausschüssen, aber auch zuhause die nötigen Unterlagen nicht mehr auf Papier, sondern mit dem Tablet-PC ansehen können. Mehr noch: Eine „Allris-App“ ermöglicht jetzt sogar, Unterlagen für die Ratsarbeit auf dem Tablet mit Anmerkungen zu versehen oder farblich zu markieren – genau so, wie man es von der Papierform her gewohnt ist.

So bedeute die digitale Ratsarbeit keinen Verlust an Komfort, sondern sogar ein Plus, weiß Friedhelm Beste, zuständiger Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung: „Wenn Themen in mehreren Ausschüssen und im Rat beraten wurden, konnte es vorkommen, dass man die gedruckte Vorlage für ein spezielles Thema nicht dabei hatte. Digitale Unterlagen können auf mobilen Endgeräten aber nun überall eingesehen und bearbeitet werden.“ Auch Recherchen zu bestimmten Themen werden über die Suchfunktion erleichtert. Im Bürger- und Rathaus wird für die digitale Ratsarbeit ein eigenes WLAN-Netz eingerichtet, mit dem Bürgervertreter einen gesicherten Zugriff auf ihre Dokumente erhalten.

Konkret können die Ratsmitglieder nun bis Mitte März gegenüber der Gemeindeverwaltung erklären, ob sie künftig auf Sitzungsunterlagen in Papierform verzichten. In diesem Fall erhalten sie einen Zuschuss von 200 Euro für die Anschaffung eines mobilen Endgerätes, z.B. eines Tablet-PCs. Über den Zeitraum einer Wahlperiode – im aktuellen Fall bis 2020 – rechnet sich das, betont Bürgermeister Ralf Péus: „Und es wird umso wirtschaftlicher, je mehr Ratsmitglieder sich an der Umstellung beteiligen.

Übrigens: Über das „Allris“-Portal können sich auch interessierte Bürgerinnen und Bürger über Sitzungen informieren, öffentliche Verwaltungsvorlagen einsehen oder Niederschriften nachlesen. Ralf Péus: „Dieses Angebot ist kostenlos und 24 Stunden am Tag verfügbar – und es ist ein wichtiger Beitrag für Transparenz in der Kommunalpolitik.“ Zu finden ist „Allris“ auf der Homepage www.bestwig.de in der Rubrik „Verwaltung & Politik“.

Quelle: Gemeinde Bestwig