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Bestwig. Seit über zwanzig Jahren baut der Verein Esperanza e.V. aus Bestwig nun schon Schulen im Hochland Guatemalas. Genauso lange ist auch Luis Alberto Palacios dabei, Architekt und Vertrauensperson für die indigene Bevölkerung vor Ort. Gemeinsam haben erund Esperanza in dieser Zeit über 50 Schulen realisieren können. Der größte Anteil der Gelder für diese Schulen kam von Spenden aus dem Sauerland.

Esperanzas Ziel ist von Anfang an gewesen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit der dort lebenden indigenen Bevölkerung eine Chance für ein besseres Leben zu ermöglichen. Tausenden Schülerinnen und Schülern hat dieses Engagementeine Grundbildung und eine bessere Zukunft ermöglicht. „Es ist wie nach Hause zu kommen“, sagt Luis Alberto Palacios während seines letzten Aufenthalts in Deutschland. In den über zwanzig Jahren hat der 56-jährige Deutschland bereits mehrere Male besucht. Dadurch haben sich im Lauf der Jahre tiefe Freundschaften zu den Partnern im Sauerland entwickelt.

Foto: © Esperanza e.V.

Foto: © Esperanza e.V.

Dieses Mal hat Luis Alberto Palacios seinen Sohn Estuardo Palacios mitgebracht. „Mein Sohn war noch ein Kleinkind als Esperanza und ich unsere ersten Projekte umgesetzt haben.“ Nach seinem Studium der Innenarchitektur und seiner professionellen Erfahrung als Bauleiter bei der Umsetzung eines Großprojektes unterstützt Estuardo nun seinen Vater bei Umsetzung der Schulbauten und der Zusammenarbeit mit Esperanza e.V..

Luis freut sich sehr, dass der Sohn ab jetzt mit einsteigt. „Bildung ist für viele die einzige Chance“, sagt der 28-jährige Estuardo. Daher wolle er mit den Schulbauten einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung seines Landes beitragen.

Foto: © Esperanza e.V.

Foto: © Esperanza e.V.

Das große Highlight ihres Aufenthalts in Deutschland war das Seminarwochenende von Esperanza, gemeinsam mit zwei Partnervereinen aus der Guatemalahilfe. An diesem Wochenende ist auch der 2. Vorsitzende von Esperanza, Dr.Peter Liese (MdEP) mit dabei. Er hat in den 90er Jahren zusammen mit Freunden den Verein gegründet. Er freut sich besonders über das Wiedersehen. „Wir sind über die Jahre fast eine deutsch-guatemaltekische Familie geworden“, sagt Peter Liese.

Während der gemeinsam verbrachten Zeit in Deutschland wurden auch viele inhaltliche Themen diskutiert und neue Pläne geschmiedet. Denn Luis und Esperanza haben sich zum Ziel gesetzt, die Guatemalteken stärker für Umweltthemen zu sensibilisieren. Mit einem integrierten Nachhaltigkeitskonzept, wie dem Bauen mit Bambus und Lehm, innovativen Regen- und Abwassersysteme und den Permakulturgärtensoll den Schülern zukünftig das Handwerkszeug an die Hand gegeben werden, selbstbestimmt die eigene Zukunft nachhaltig zu gestalten.

Diese Konzepte werden gerade bei einem Pilotprojekt sehr erfolgreich umgesetzt. Als weiteres Projekt wurde in diesem Jahr im Dorf El Amanacer mit den Spenden von Esperanza e.V. drei Klassenräume und ein Direktorium umgesetzt. Von Juni bis August waren wieder engagierte, junge deutsche Freiwillige im Projektdorf und unterstützten mit viel Freude den Bau der Schulerweiterung.

Foto: © Esperanza e.V.

Foto: © Esperanza e.V.

Wir wollen zukünftig noch stärker versuchen, dass nachhaltige Bauen auch bei unseren Schulen umzusetzen“, erläutert der 1. Vorsitzende Timo Peters. Dafür wurden in den drei einhalb Wochen, die Luis Alberto Palacios und sein Sohn in Deutschland waren, gute Voraussetzungen gelegt.

Für weitere Informationen: www.esperanza.de.

Quelle: Esperanza e.V.