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Bestwig. Jeder Mensch gestaltet aktiv seine Umgebung mit, auch die Lebens-qualität in den Orten. Davon ist die Werbegemeinschaft Bestwig überzeugt und hat begonnen, die Bürger über die Bedeutung eines lokalen Wirtschaftskreislaufs zu informieren. Unter dem Motto „global gedacht, lokal gekauft“ hat sie einen Flyer gestaltet, der erstmals am Gastgartenwochenende zum Einsatz gekommen ist.

Jeder kann etwas dazu beitragen, dass unser Ort lebendig bleibt“, ist Werbegemein-schaftsvorsitzender Olaf Badelt überzeugt. Geschäfte in vielen Orten stehen leer, nicht nur in Bestwig. Selbst die Städte haben fast alle das gleiche Gesicht, denn das Angebot wird immer austauschbarer. Stattdessen boomen Internethandel und Einkaufszentren mit den überall selben Filialisten. Diese entziehen dem ortsansässigen Einzelhandel die nötigen Umsätze. Und das hat Folgen. Denn jeder Euro, der in der Region bleibt, sorgt für den Erhalt von Arbeitsplätzen und wichtige Steuereinnahmen in den kommunalen Kassen.

Doch will die Werbegemeinschaft diese Inhalte nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vermitteln. Ein kleiner Comic, ansprechend gezeichnet und mit einer kleinen, unterhalt- samen Geschichte untermalt, soll nicht nur Sympathien wecken, sondern auch eine einprägsamere Wirkung haben. „Heldin“ ist Hanna, ein 14-jähriges Mädchen, das zum Geburtstag Geld geschenkt bekommen hat. Davon will sie sich einen iPod kaufen. Was sie denkt und was Sie erlebt, zeigt der kleine Comic.

Werbegemeinschaft klärt mit einem Flyer über lokalen Wirtschaftskreislauf auf. Foto: Werbegemeinschaft Besser in Bestwig

Werbegemeinschaft klärt mit einem Flyer über lokalen Wirtschaftskreislauf auf. Foto: Werbegemeinschaft Besser in Bestwig

Zu lesen ist dort über das Bereitstellen von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie über Steuerrückflüsse aus den Umsätzen der Unternehmen, von denen die Gemeinde zum Beispiel Schulen und Sportplätze unterhalten kann. „Dies sollte jeder Käufer bedenken, bevor er mit ein paar Klicks sein Geld via Internet aus dem Sauerland hinaus befördert“, betont auch der stellvertretende Vorsitzende Burkhard Hogrebe. Sinn und Zweck der Aktion ist nicht, den Internetkauf komplett unterbinden zu wollen. „Das würde nicht funktionieren“, weiß auch Hogrebe. „Aber jeder Käufer sollte sich die Zusammenhänge des Wirtschafts-kreislaufs bewusst machen. Und den ansässigen Betrieben zunächst mal eine Chance geben, ihre Leistungen unter Beweis zustellen.“ Durch einen funktionierenden Kreislauf erhielten die Bürger nicht nur eine lebendige und leistungsstarke Unternehmenslandschaft, sondern Lebensqualität für alle.

Der Flyer liegt in vielen Bestwiger Geschäften aus und ist unter www.besserinbestwig.de zu finden. Weiter geht die Aktion nun in Schulen. Die Bestwiger Realschule nimmt die Inhalte in eine Unterrichtsstunde auf. Zudem macht Facebook-Werbung gezielt im Raum Bestwig auf die Aktion aufmerksam.

Quelle: Werbegemeinschaft Besser in Bestwig