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Bestwig. Jede Menge „Platz“ für Leben und Arbeiten in der Gemeinde Bestwig: Die Erschließungsarbeiten für das neue Wohn- und Gewerbegebiet „ Wiebusch – Teil II“ in Bestwig laufen auf Hochtouren. Davon konnten sich jetzt die Mitglieder des Gemeinderates bei einem Ortstermin selbst ein Bild machen.

Und Stück für Stück wird dabei das künftige „Gesicht“ dieses neuen Bereiches westlich der Heringhauser Straße deutlich. Zurzeit modellieren die beauftragten Bauunternehmen das Areal, auf der künftig die Erweiterungsfläche der Firma „Tital“ ihren Platz finden wird. Im Endausbau, so sehen die baurechtlichen Planungen vor, könnte der heimische Feinguss-Spezialist seine Betriebsanlagen sogar verdoppeln. Insgesamt sollen rund fünf Hektar neuer Gewerbefläche entstehen – zunächst steht dabei die Erschließung des westlichen Bereichs an – mit einer neuen Erschließungsstraße und den nötigen Ver- und Entsorgungsleitungen. Auch die Voraussetzungen für die Straßenbeleuchtung werden geschaffen.

„Im Wachstum begriffen“ ist – entlang der neuen Verbindungsstraße – zudem der Lärm- und Sichtschutzwall. Er grenzt das Gewerbegebiet gegenüber den Bereichen, die künftig für das Wohnen genutzt werden, ab. Etwa ein bis zwei Meter Höhe fehlen noch, bis der Wall seine endgültigen Abmessungen von rund fünf Meter Höhe haben wird.

Neues Wohn- und Gewerbegebiet „Im Wiebusch II“: Jörg Stralka (3.v.li.), Leiter des Bestwiger Bau- und Umweltamtes, und Dipl.-Ing. Markus Rüthing (2.v.li., HSW) stellten den Mitgliedern des Gemeindeentwicklungsausschusses die Arbeiten vor. Foto: Gemeinde Bestwig

Neues Wohn- und Gewerbegebiet „Im Wiebusch II“: Jörg Stralka (3.v.li.), Leiter des Bestwiger Bau- und Umweltamtes, und Dipl.-Ing. Markus Rüthing (2.v.li., HSW) stellten den Mitgliedern des Gemeindeentwicklungsausschusses die Arbeiten vor. Foto: Gemeinde Bestwig

Nahezu abgeschlossen sind die Arbeiten an den Entwässerungsleitungen in der Heringhauser Straße, die das Niederschlagswasser aus dem künftigen Wohn- und Gewerbegebiet in die Valme ableiten. Dazu musste die Heringhauser Straße „unterquert“ werden – zusätzlich wurden so genannte „Absturzschächte“ in die Böschung zur L 776 eingebaut. Sie übernehmen die Aufgabe des Höhenausgleichs und der Energieum-wandlung, wie Dipl.-Ing. Markus Rüthing von der Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) erläutert. Die HSW ist Betriebsführerin des Abwasserwerks der Gemeinde Bestwig. „Das Niederschlagswasser kommt über den Regenwasserkanal an, stürzt in die Tiefe und kann anschließend vergleichsweise sanft in die Valme abfließen“, erläutert der Fachmann.

Baulich waren diese Arbeiten „nicht ohne“, so Markus Rüthing: „Es musste in zum Teil sehr massivem Fels gearbeitet werden.“ Dennoch konnte der Zeitplan eingehalten werden: Voraussichtlich ab Freitag [19. Juli 2013] kann die Heringhauser Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden – rund eine Woche früher als ursprünglich vorgesehen. Für Bürger und auch Gewerbetreibende im Valmetal sei die Sperrung natürlich mit Beeinträchtigungen verbunden gewesen, so Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus: „Umso erfreulicher ist es, wie zügig und engagiert hier gearbeitet wird.

Ab dem kommenden Jahr soll dann in Bauabschnitten die Straße gebaut werden, die das künftige Wohngebiet im nördlichen Teil des Areals erschließen wird. Auf einer Fläche von etwa 5,6 Hektar stehen dann in den nächsten Jahren insgesamt rund 50 Baugrundstücke zur Verfügung. Interessierte, die hier ihren Traum von den „eigenen vier Wänden“ in die Wirklichkeit umsetzen möchten, können sich bereits jetzt im Bestwiger Bürger- und Rathaus in eine Interessentenliste eintragen lassen. Ansprechpartner ist Thomas Kemper (Tel. 02904/987-156).

Quelle: Gemeinde Bestwig