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Bestwig. Schritt für Schritt rückt der Breitbandausbau für bisher unterversorgte Orte auch in der Gemeinde Bestwig näher. Nun hat der Hochsauerlandkreis einen Förderbescheid des Landes NRW über 7,9 Millionen Euro als Ko-Finanzierung zum Bundesförderprogramm erhalten. Darüber informierte die Gemeindeverwaltung jetzt die Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses. „Die Förderung ist komplett finanziert“, so Alexander Böer, im Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig unter anderem zuständig für den Breitbandausbau.

Hintergrund: Im Frühjahr hatte der Hochsauerlandkreis einen Förderbescheid über 9,3 Mio. Euro für den Breitbandausbau in bislang unterversorgten Gebieten entgegennehmen können. Damit können zahlreiche HSK-Kommunen an einem entsprechenden Bundesförderprogramm teilnehmen – auch die Gemeinde Bestwig.

Konkret profitieren sollen die Ortsteile Alfert, Andreasberg, Berlar, Borghausen, Dörnberg, Föckinghausen, Grimlinghausen, Halbeswig, Nierbachtal, Teile von Nuttlar (z.B. Am Roh), Obervalme, Untervalme, Valmepochwerk, Wasserfall – und auch das Gewerbegebiet „Wiemecker Feld / Kleiner Öhler“ westlich von Velmede. Die weiteren Teile der Gemeinde Bestwig sind mit mindestens 6 Mbit/s versorgt und fallen somit aus einer Bundesförderung heraus. Teilweise ist sogar eine Versorgung mit 50 Mbit/s möglich.

Nach der Zusage des Landes NRW zur Ko-Finanzierung kann nun die europaweite Ausschreibung des eigentlichen Ausbaus durch den Hochsauerlandkreis beginnen. Alexander Böer rechnet für dieses aufwändige – aber gesetzlich vorgeschriebene – Verfahren mit einer Dauer von etwa fünf Monaten. Einen Start der Arbeiten erwartet man im Bestwiger Rathaus dann für das Jahr 2018. Beide Ratsfraktionen wiederholten ihren Wunsch, die Gewerbegebiete als Erstes auszubauen – hier gebe es eine dringende Notwendigkeit für die ansässigen Betriebe.

Zudem informierte Alexander Böer die Ausschussmitglieder darüber, dass über das Förderprogramm des Bundes zur Breitbandanbindung von Gewerbegebieten auch Schulen – genannt „digitales Klassenzimmer“ – mit schnellerem Internet angebunden werden können. Gemeinsam mit dem Hochsauerlandkreis prüfe man aktuell, ob die nötigen Voraussetzungen vorliegen, um auch Bestwiger Schulen in eine Bewerbung einzuschließen.

Quelle: Gemeinde Bestwig