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Arnsberg. „Seit der Fusion hat sich das Klinikum Arnsberg dank des außerordentlichen Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfreulich gut entwickelt. So konnten die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten erweitert und auch eine Vielzahl von Projekten zur Organisations- und Prozessverbesserung realisiert werden“, resümierte Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung Klinikum Arnsberg, anlässlich der Mitarbeiterversammlung im Sauerlandtheater Arnsberg am 28. November 2014.

Diese Entwicklung und nicht zuletzt auch die Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus durch die Westfälische Wilhelmsuniversität Münster in diesem Jahr zeigt, dass wir mit unserer Strategie der breiten Grund- und Regelversorgung, ergänzt um medizinische Schwerpunktzentren für Herz-/Kreislauf- & Gefäßerkrankungen, Kinder & Geburt, Onkologische Erkrankungen, Komplexerkrankungen des Alters, Spezielle Chirurgie sowie dem vorgesehenen Zentrum für Anästhesie, Intensiv- & Notfallmedizin auf dem richtigen Weg sind. Auf diesem Weg wollen wir fortschreiten. Allerdings sind wir aktuell an einem Punkt angekommen, wo sich aufgrund bestehender baulicher und struktureller Gegebenheiten Versorgungs- und Wachstumshemmnisse zeigen. Diese gilt es schnellstmöglich auszuräumen. Dazu müssen wir die Kliniken und Spezialisten, die in den jeweiligen Zentren zusammenarbeiten, an jeweils einem Standort zusammenführen. Alle drei Standorte, versehen mit eigenständigem Profil, sollen dabei erhalten bleiben. Entsprechende Überlegungen werden bereits seit geraumer Zeit diskutiert. Doch die bisherige Planung musste aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der Krankenhausrahmenplanung NRW 2015 sowie deutlich gestiegener Notfallzahlen, einer grundlegenden Überprüfung und Weiterentwicklung unterzogen werden. Die resultierenden Ergebnisse haben wir heute unseren Mitarbeitern vorgestellt“, so Kemper weiter.

Und so sieht das neue Konzept zur Bildung von Standortprofilen inkl. Kopplung der Notfallund Intensivmedizin aus:

  • Am Hüstener Standort Karolinen-Hospital sollen die Kliniken Allgemein-, Viszeral- & Minimalinvasive Chirurgie (mit zertifiziertem Darmzentrum), Gynäkologie (mit zertifiziertem Brustzentrum) sowie Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie (Magen- & Darmerkrankungen) bestehen bleiben.
    Die Kliniken für Urologie, Hämatologe und Onkologie (Krankheiten des Blutes & der blutbildenden Organe) sowie Schmerz-/Palliativmedizin sollen künftig nach Hüsten verlagert werden und gemeinsam mit den erstgenannten unter dem Dach des Onkologisch/Chirurgischen Zentrums kooperieren.
    Das Perinatalzentrum mit Geburtshilfe sowie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (Pädiatrie) verbleibt wie bisher in Hüsten.
  • Am Neheimer Standort St. Johannes-Hospital sollen künftig Kliniken, die primär Notfälle behandeln, an einem zentralen intensiv- und notfallmedizinischen Standort konzentriert werden. So sollen als Traumatologisches / Chirurgisches Zentrum die Kliniken für Allgemein- & Unfallchirurgie, Orthopädie sowie der Kompetenzschwerpunkt Neurochirurgie nach Neheim wechseln. Die Klinik für Neurologie (inkl. Schlaganfallspezialstation) verbleibt wie bisher am Standort. Die Schlaganfallspezialstation kann dadurch an die Intensivmedizin angebunden werden.
    Ebenfalls in Neheim soll es künftig das Kardio-Vaskuläre Zentrum (Herz- & Gefäßerkrankungen) geben. Die Kliniken Gefäßchirurgie, Kardiologie (Herz-Kreislauferkrankungen) und Angiologie (Gefäßerkrankungen) werden dazu von Hüsten nach Neheim verlegt.
  • Am Alt-Arnsberger Standort Marienhospital sollen künftig die Kliniken Geriatrie mit Tagesklinik sowie Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit Tagesklinik vertreten sein und dazu von Neheim nach Alt-Arnsberg verlegt werden. Die Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Diabetologie, Rheumatologie und Endokrinologie sowie die Abteilung für Infektionsmedizin verbleiben am Standort. Des Weiteren ist geplant, ein Zentrum für ambulante Akutreha am Standort zu integrieren.

Zur Umsetzung der neuen Zentrumsstrukturen sind an allen drei Standorten umfassende Neu- und Umbauprojekte vorgesehen.

Volker Koch, Geschäftsführer, Klinikum Arnsberg, ergänzt: „Derzeit liegt das Konzept zur Bildung von Standortprofilen als Grobplanung vor. Der Aufsichtsrat der Klinikum Arnsberg GmbH hat die Geschäftsführung in seiner letzten Sitzung beauftragt, das vorliegende Szenario weiter zu detaillieren und insbesondere die Finanzierbarkeit in ihrer Umsetzung und die baurechtliche Genehmigungsfähigkeit abschließend zu prüfen.

Quelle: Klinikum Arnsberg GmbH