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Arnsberg / Voßwinkel. Auch wenn sich die Demografische Entwicklung in diesem Ortsteil der Stadt Arnsberg bei den Einwohnerzahlen noch nicht stark ausgewirkt hat, spürt man die Veränderungen aber in anderen Bereichen: Keine Gaststätte mehr im Ortskern und der Dorfmetzger hat aus Altergründen sein Geschäft aufgegeben.

Die Geburtenrate liegt erfreulicherweise deutlich über den Sterbefällen. Die dennoch spürbaren Einwohnerverluste resultieren daraus, dass Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen aus unserem Dorf wegziehen. Junge Leute, die an den Studienort ziehen, ältere Menschen, die nicht mehr allein wohnen können, weil sie Betreuung brauchen.

Mitglieder des neuen Vereins „Dorfgemeinschaft Voßwinkel“ haben sich die Frage gestellt: Wann werden wir nicht nur den Leer-Stand bei Geschäftslokalen sondern auch bei Wohnungen zu spüren bekommen? Daher hat sich ein Arbeitskreis gebildet, der nach Möglichkeiten sucht, wie die Zukunft des Dorfes positiv gestaltet werden kann. Es gilt herauszufinden, was den Ort attraktiv macht oder was verbessert oder geändert werden sollte.

Mitglieder des Arbeitskreises Demografische Entwicklung nach ihrem fünften Treffen zur Vorbereitung der Dorfkonferenz am 14. Juni 2015. Foto: © Dorfgemeinschaft Voßwinkel

Mitglieder des Arbeitskreises Demografische Entwicklung nach ihrem fünften Treffen zur Vorbereitung der Dorfkonferenz am 14. Juni 2015. Foto: © Dorfgemeinschaft Voßwinkel

Wie denken die Voßwinkeler selbst darüber? Um das herauszufinden sind alle Voßwinkeler eingeladen bei der „Dorfkonferenz“ am Sonntag [14. Juni 2015] um 14.30 Uhr Wünsche und Ideen vorzutragen. Diese werden gesammelt, diskutiert und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ will die Dorfgemeinschaft aktiv werden. „Wir können nicht darauf warten, dass andere das für uns tun,“ betont Michael Rademacher als einer der Initiatoren. „Über weitere Schritte werden wir auch unter www.vosswinkel-arnsberg.de informieren.

Zur Erreichung eines guten Ergebnisses wird der ganze Prozess von professioneller Hilfe begleitet. Der Arbeitskreis hat sich die Mitarbeit der Diplom-Geographin Nathalie Franzen gesichert, die viel Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt hat. Im Vorfeld der Veranstaltung wird ein Gespräch mit den Organisatoren und eine Ortsbegehung stattfinden, damit sie sich selbst ein Bild des Ortes mit seinen Stärken und Schwächen machen kann. Die Konferenz wird sie moderieren, die Ergebnisse zusammentragen und Umsetzungsvorschläge erarbeiten.

Die „Dorfgemeinschaft Voßwinkel e.V.“ hat nicht die finanziellen Mittel, die Kosten einer professionell durchgeführten Dorfkonferenz zu bestreiten. Zur Zeit werden daher Voßwinkeler Betriebe von den Mitgliedern des AK als Sponsoren angesprochen. „Erste Zusagen als Hauptsponsoren liegen bereits vor. Daher werden wir das gesteckte Ziel erreichen,“ ist Petra Senske als Vorsitzende des Vereins überzeugt. „Die nächsten Schritte können wir einleiten.

Quelle: Dorfgemeinschaft Voßwinkel e.V.