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Arnsberg (ots). Am Montag [22. Februar 2016] zeigte eine 72-jährige Frau aus Arnsberg einen Betrug an. Sie hatte am 14. Februar 2016 eine Kleinanzeige in einer kostenfreien Wochenzeitung entdeckt. Dort wurde nach Rosenthal-Porzellan zum Verkauf gesucht.

Da die ältere Dame so ein Geschirr gerne verkaufen wollte, rief sie die dort angegebene Handynummer an. Am 19. Februar 2016 kam dann auch ein Mann in ihre Wohnung und schaute sich das Geschirr an. Er schien sehr interessiert und fragte auch nach, ob sie noch Schmuck zu verkaufen hätte, woraufhin ihm die Dame auch einige Schmuckstücke zeigte. Er machte ihr ein gutes Angebot für alles zusammen und leistete eine geringe Anzahlung für die Sachen.

Den Schmuck nahm er dann schon mit, das Geschirr wollte er dann später abholen und das restliche Geld vorbeibringen. Dies geschah natürlich nicht. Unter der inserierten Handynummer war der Mann, nach dem er mit dem Schmuck verschwunden war, nicht mehr zu erreichen. Er wird beschrieben als Araber, der sehr gut deutsch spricht, gut gekleidet und sehr höflich war.

Der Polizei ist dieses Vorgehen als gängige Betrugsmasche bekannt. Die Inserierenden täuschen Interesse an altem Porzellan, Pelzmänteln oder Antiquitäten vor. Ziel dabei ist es, erst einmal in die Wohnungen der potentiellen Opfer zu gelangen. Dort werden sich die vermeintlich gesuchten Gegenstände angeschaut und dann zielgerichtet nach Schmuck oder anderen Wertsachen gefragt, die sich leicht verkauft lassen. Entweder werden diese Sachen direkt gestohlen oder aber wie in diesem Fall unter einem Vorwand mitgenommen. Danach sind die Täter nicht mehr erreichbar.

Es wird daher dringend geraten, nicht auf solche Inserate zu antworten. Seriöse Händler inserieren nicht mit einer Handynummer. Sollten Sie doch jemanden in Ihre Wohnung lassen, sorgen Sie dafür, dass sie nicht alleine sind. Bitten Sie immer noch eine weitere Person, bei dem vermeintlichen Verkaufsgespräch dabei zu sein. Oft werden die Wohnungen der Opfer auch zu zweit aufgesucht. Während ein Täter ablenkt, durchsucht der andere Täter die Wohnung nach Wertgegenständen. Händigen Sie keine Wertsachen auch nicht gegen eine Anzahlung aus. Lassen Sie sich einen Ausweis zeigen und notieren Sie die Personalien des Verkäufers. Sollten Sie dennoch Opfer eines solchen Betrügers geworden sein, informieren Sie umgehend die Polizei.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Grafik: © Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis (mit Genehmigung zur redaktionellen Verwendung)