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Arnsberg. Die Grundschule Mühlenberg gestaltet am Freitag [22. November 2013] um 15 Uhr vor dem Modehaus Kress in Hüsten das Einweihungsfest des Kunstwerkes “ temps“ von Albert Weis und präsentiert Unterrichtsergebnisse zum Thema „Zeit“. Das Projekt wird in Kooperation mit RWE, Stadt Arnsberg und Grundschule Mühlenberg mit den Klassen 1b, 2b, 3b und 4b realisiert.

temps (Arnsberg) besteht aus einer von zwei Seiten sichtbaren Uhr, wie man sie von Bahnhöfen, Werkseinfahrten oder öffentlichen Einrichtungen kennt. Diese großen, markanten Uhren markieren öffentliche Orte, geben Orientierung. Sie prägen, eher beiläufig, das alltägliche Leben, den alltäglichen Rhythmus.

Bis ins 19. Jahrhundert gab es in ländlichen Gegenden nur die Kirchturmuhren. In Städten gaben zusätzlich die Rathausuhren die für alle Bürger gültige Zeit an. Die bekannteste öffentliche Uhr ist der Big Ben, die Uhr des Palace of Westminster in London mit einem Durchmesser von 7 Metern. Eine Besonderheit sind Uhren, die von zwei Seiten die Zeit anzeigen. Sie finden sich meist vor Banken, Zeitungsgebäuden und natürlich vor den Häusern von Uhrmachern. Später finden sie sich an Fabriktore, Bahnhöfen und U-Bahnen.

temps ist ein künstlerisches Projekt im Öffentlichen Raum der Stadt Arnsberg. Standort: Marktstraße 11, 59759 Arnsberg-Hüsten. Foto: Kunstverein Arnsberg e.V.

temps ist ein künstlerisches Projekt im Öffentlichen Raum der Stadt Arnsberg.
Standort: Marktstraße 11, 59759 Arnsberg-Hüsten. Foto: Kunstverein Arnsberg e.V.

Die Uhr für den Arnsberger Stadtteil Hüsten ähnelt auf den ersten Blick einer dieser Werksuhren. Sie ist aber kein wieder hervorgeholtes Original, das die Geschichte einer Fabrik erzählen würde, sondern sie ist neu gebaut aus Aluminium. Und, es fehlen die beiden Ziffernblätter. Diese sind durch zwei transparente Scheiben aus Plexiglas ersetzt, an denen die Uhrwerke nun befestigt sind.

Während also die Zeiger der Uhr sich fortbewegen, sind auch die Zeiger der zweiten, gegenüber befestigten Uhr sichtbar. Man könnte meinen, es handele sich um die Schatten der Zeiger der sichtbaren Uhr, aber sobald die Zeiger sich bewegen, wird klar, dass man sich getäuscht hat. Die Zeiger der beiden Uhren bewegen sich ja nicht in eine gemeinsame, sondern in die entgegengesetzte Richtung. Der Schatten macht sich also selbständig und gewinnt ein eigenes Leben.

Quelle: Kunstverein Arnsberg e.V.