Print Friendly, PDF & Email

Arnsberg. Anlässlich des 10. Geburtstages der Arnsberger Selbsthilfe-Gruppe „Fibromyalgie“ findet am Samstag [30. Mai 2015] ab 10 Uhr in der Schützenhalle St. Sebastianus (In den Oeren 1, 59823 Arnsberg-Oeventrop) ein großer Aufklärungstag rund um dieses Thema statt.

Unter der Schirmherrschaft der stellvertretenden Bürgermeisterin Rosemarie Goldner, die den Festakt eröffnet, und Bärbel Brünger vom Verband der Ersatzkassen e.V. startet ab 10 Uhr eine umfangreiche Aufklärungskampagne mit vielen Referenten rund um „die Modekrankheit die es eigentlich nicht gibt“.

Ab 10:45 Uhr spricht dann Dr. Michael Grundmann aus Warstein und erläutert die Erkrankung aus Sicht eines Neurologen. Danach wird das Thema von Dr. Andreas Bünz aus der Hufelandklinik Bad Ems mit dem Referat „Schmerzbehandlung auf Naturheilbasis“ auf den Prüfstand gestellt und nicht zuletzt kommt noch der Psychologe Frank Neuendorff, Klinik Blankenstein, zu Wort und rundet das vielfältige und viel diskutierte Thema „Fibromyalgie“ ab.

Wir freuen uns sehr über das gelungene Programm“, erklärt Heidi Brüggemann, die vor 10 Jahren Initiatorin und Gruppengründerin der Selbsthilfegruppe Arnsberg war. „Der Tag soll ein kleiner Stein des Anstoßes zum besseren Verständnis für alle Betroffenen und Angehörigen sein“. Denn alle Patienten stoßen mit ihrer Erkrankung immer wieder auf Vorurteile, wie zum Beispiel: „Du bildest dir deine Krankheit doch nur ein, geh mal zum Psychologen, dann kannst du auch bald wieder arbeiten gehen und dich nicht drücken…

Doch was ist nun Fibromyalgie?

Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) ist häufig unerkannt. Kennzeichen sind ausgedehnte chronische Schmerzen an den Bewegungsorganen, aber auch innere Organe können oft befallen sein. Bei der Fibromyalgie handelt es sich um eine chronische Ganzkörperschmerzerkrankung. Es gibt zunehmend Hinweise dafür, dass das FMS eine zentrale Schmerzerkrankung ist, bei der Stress und Traumen, vor allem in der Kindheit, ebenso eine Rolle spielen, wie endokrinologische und genetische Faktoren.

Am Bewegungsapparat lassen sich keine eindeutig pathologischen Befunde nachweisen. Die Forschung geht mittlerweile davon aus, dass das Fibromyalgie-Syndrom eine Schädigung der Nervenenden ist. Die Frage nach der Behandlung der Fibromyalgie bereitet den Experten nach wie vor Kopfzerbrechen. Fibromyalgiebetroffene sind Dauerschmerzpatienten, die beruflich wie privat stark eingeschränkt sind, was oft zu Isolation, Mutlosigkeit und Depressionen führt.

Mit all diesen Themen befassen wir uns auch in unseren Gruppenstunden“, erläutert Monika Stork-Wrede, stellvertretende Leiterin der Gruppe, „Wir besuchen Schmerzkliniken und informieren uns auf Selbsthilfeinformationstagen. Aber auch der Reha-Sport gehört seit 8 Jahren zum festen Bestandteil der Gruppenarbeit“.

Viele Aussteller werden den Tag der Fibromyalgie abrunden:

  • AKIS im HSK
  • Borreliose Selbsthilfegruppe HSK, Oberrarbach
  • Beate Baumgardt, Heilpraktikerin, Arnsberg
  • Christiane Hast, Fitness-Geräten, Medebach
  • DRK Arnsberg, Ortsgruppe Arnsberg
  • Ergotherapeutin Brigitte Schrewe, Langscheid
  • family fitness – Sport- und Reha-Zentrum, Arnsberg
  • Kompetenzteam Selbsthilfe Hochsauerland
  • Nicole Seitmann, Klangschalen, Dortmund
  • Praxis Dr. Männer, Pflegeprodukte bei Allergien, Arnsberg
  • Sanitätshaus Sittler, Arnsberg

Heidi Brüggemann und Monika Stork-Wrede sind im KSH (Kompetenzteam Selbsthilfe Hochsauerland) seit Jahren aktiv und unterstützten ehrenamtlich die Arbeit der AKIS im HSK (Arnsberger Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Hochsauerlandkreis), die bei diesem Fest als Kooperationspartner mitwirken.

Unser Dank gebührt besonders Marion Brasch und Stefanie Bönsch, aber auch allen Sponsoren und Ausstellern. Wir hoffen, dass viele Menschen neugierig geworden sind und uns an diesem Tag besuchen werden“, so die beiden Gruppenleiterinnen.

Weitere Informationen gibt es bei Heidi Brüggemann, Tel.: 02937 6563 oder Monika Stork-Wrede, Tel.: 02933 780374. Weitere Infos unter www.arnsberg/selbsthilfe oder direkt bei der AKIS im HSK unter der Telefonnummer 02931 9638-105 oder per e-Mail an selbsthilfe@arnsberg.de.

Quelle: Stadt Arnsberg