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Arnsberg. Das Thema Energiewende ist auch im neuen Jahr ein wichtiges Arbeitsthema der Stadt Arnsberg von der Aktion Wärmebilder aus der Luft bis hin zur LED-Beleuchtung. Bürgermeister Hans-Josef Vogel: „Für uns ist und bleibt die Energieeinsparung und damit die Kosteneinsparung von besonderer Bedeutung. Denn: eingesparte Energie ist die beste Energie. Dazu nutzen wir geschickt unterschiedliche Fördermöglichkeiten und -instrumente„.

Als zurzeit kreisweit noch einzige Kommune bedient sich die Stadt Arnsberg so der inhaltlichen und finanziellen Möglichkeiten des „European Energy Award® – „EEA“. Der „EEA“ ist ein Managementsystem und führt bei entsprechenden Anstrengungen zum Europäischen Gütesiegel für die Umsetzung einer neuen Energie- und Klimaschutzpolitik.

Sebastian Witte, verantwortlicher Projektmanager im Arnsberger Rathaus erläutert: „Nicht nur stadteigene Gebäude spielen hier eine zentrale Rolle. Es geht auch um die deutliche Verbesserung sämtlicher Bereiche der Energieverwendung bis hin zur besseren Beratung der Bürgerschaft. Dabei gilt es. aus den gewonnenen Informationen nachhaltige Maßnahmen zu entwickeln, die die Verwendung von Energie und den Ausstoß von Treibhausgasen messbar deutlich verringern.

So werden durch Projekte der Stadtwerke Arnsberg im Bereich der Wärmeversorgung (NASS, Stadtwerkegebäude) und Energieerzeugung (Wasserkraftwerk Möhnebogen, Photovoltaik) jährlich über 1.000 Tonnen CO2 eingespart.

Erste Projekte an stadteigenen Gebäuden, wie die energetische Sanierung des Lehrschwimmbeckens Sauerstraße, der Sporthalle Holzener Weg und die Fernwärmeversorgung der städtischen Liegenschaften Realschule Arnsberg, Sauerlandtheater und Rundturnhalle mit industrieller Abwärme, konnten erfolgreich umgesetzt werden und brachten ebenfalls konkrete Erfolge. An Energiekosten werden so rund 85.000 Euro jährlich eingespart.

Die Stadt Arnsberg hat sich auch der Energie-, CO2- und Kosteneinsparung durch Wechsel der Beleuchtung auf LED (light emitting diode) vorgenommen. Der Leiter des städtischen Immobilienservice, Walter Dolert: „Gemeinsam mit der heimischen Leuchtenindustrie wird der Eulenkindergarten Müschede, die Familienzentren Neheimer Kopf „Kita Zipfelmütze“ und Altstadt „Kiga Twiete“ sowie die Ruhrtalhalle Oeventrop auf moderne LED-Technik umgerüstet. Insgesamt investiert die Stadt Arnsberg an den vier Standorten rund 250.000 Euro für neue Beleuchtungsanlagen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert die Maßnahmen mit rund 100.000 Euro. Mit der Umstellung werden Energieeinsparungen bis zu 75 % im Vergleich zur Altanlage erreicht. Das entspricht einer jährlichen CO2-Einsparung von rd. 60 Tonnen. Die Investition rechnet sich für die Stadt bereits nach fünf Jahren.

Neben der Umstellung auf LED wird auch die Lüftungsanlage des Kulturzentrums Berliner Platz energetisch saniert. Hier kommen Lüftungsgeräte der Energie-effizienzklasse A+ zum Einsatz. Außerdem werden moderne Geräte zur Wärme-rückgewinnung installiert.

Der Bundesumweltminister fördert diese Baumaßnahme mit rund 185.000 Euro. Der städtische Eigenanteil beträgt 690.000 Euro. Die gesamte Energieeinsparung beträgt deutlich über 40%, was zu einer CO2-Einsparung von nahezu 80 Tonnen pro Jahr führt.

Quelle: Stadt Arnsberg