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Berlin/Arnsberg. Die Stadt Arnsberg ist mit dem „Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur“ in der Kategorie „Gebäude und Stadtraum“ ausgezeichnet worden. Sie erhielt diese auch international beachtete Anerkennung für die grundlegende Erneuerung der ehemaligen Bürgergärten mit ihren beiden vom Klassizismus geprägten Gartenhäusern in Alt-Arnsberg.

Im Rahmen der internationalen Konferenz „Städtische Energien | Urban Energies“ in Berlin, an der über 1.600 Gäste teilnahmen, überreichte Rainer Bomba, Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, den Preis an Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel, Chefplaner Thomas Vielhaber und Projektleiter „Baukultur“ Klaus Fröhlich, die über die Auszeichnung begeistert waren und allen Akteuren des Gemeinschaftswerks „Bürgergärten/klassizistische Gartenhäuser“ dankten – insbesondere dem engagierten Förderverein Bürgergärten. Vogel weiter: „Dieser nationale Preis ist auch eine ganz besondere Auszeichnung für die Arbeit unserer Stadtentwicklung in der Stadtverwaltung unter Leitung von Thomas Vielhaber. Der Preis ist Ansporn und Verpflichtung für uns alle, neue Lebensqualitäten zu schaffen.

Zu den ersten Gratulanten der Arnsberger zählten in Berlin Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer, und Dr. Ulrich Hatzfeld, zuständiger Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Bürgermeister Hans-Josef Vogel, Chefplaner Thomas Vielhaber und Projektleiter „Baukultur“ Klaus Fröhlich nahmen die international beachtete Anerkennung nun in Berlin entgegen. Foto: Stadt Arnsberg

In der Preisbegründung heißt es: „Hoch über der Ruhr liegen die ehemaligen Bürgergärten mit ihren beiden vom Klassizismus geprägten Häusern im Stadtteil Alt-Arnsberg. Preußischen Beamten, nach dem Wiener Kongress ab 1816 nach Arnsberg versetzt, dienten sie einst als „grüne Refugien“ mit romantischer Waldkulisse. Vom Verfall bedroht, hat die Stadt die Gartenflächen mit den Gartenhäusern erworben und fach- und denkmalgerecht restauriert. Dieser verborgene Schatz der Stadtgeschichte sollte nicht dem Vergessen anheim gestellt werden. Dieses wunderschöne Grundstück nicht einer neuen Bebauung zuzuführen, etwa um in schwierigen kommunalen Zeiten Finanzlücken zu stopfen, vielmehr diesen sensiblen Bereich zwischen gebauter Stadt aus Mittelalter und Klassizismus und freier Landschaft über dem Ruhrtal der Bürgerschaft als gemeinschaftliches Refugium zu schenken und das Verständnis von Landschaft und Gartenkultur zu Beginn der 19. Jahrhunderts zu wecken – das ist die große Leistung dieses Projekts!

Dem „Nationalen Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur“ liegen ein offener Wettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und die Entscheidung eines unabhängigen Preisgerichts zugrunde. Ausgewählt werden  „wegweisende Projekte, die zur Nachahmung, zu neuen Überlegungen und weiterem Handeln anregen“. Zahlreiche Partner aus Kammern, Initiativen, Vereinigungen, Verbänden und Stiftungen, die kommunalen Spitzenverbände und die Bundesländer begleiten und unterstützen das Preisverfahren. Insgesamt wurden 30 nationale Preise in vier Kategorien verliehen.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt das Arnsberger Projekt Bürgergärten mit klassizistischen Gartenhäusern gemeinsam mit den anderen ausgezeichneten Projekten in einer deutsch- und englischsprachigen Publikation („Stadt bauen. Stadt leben. Nationaler Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur“) der internationalen Öffentlichkeit vor.

Quelle: Stadt Arnsberg