Print Friendly, PDF & Email

Arnsberg. Die Stadt Arnsberg hat am Sonntagabend [06. September 2015] weitere 100 Flüchtlinge in der Notunterkunft Pestalozzischule aufgenommen. Sie hatten alle eine schreckliche Odyssee hinter sich. Damit kam die Stadt einem weiteren Amtshilfeersuchen der Bezirksregierung nach, das am Sonntag nachmittag bei der Stadtverwaltung einging.

Unter enger Zusammenarbeit von Freiwilliger Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz (Betreiber der Notunterkunft) und Stadtverwaltung gelang es, die Ankunft der Menschen in nur wenigen Stunden vorzubereiten.

Dank der schnellen und engagierten Unterstützung aller Helfer haben wir Hand in Hand in kürzester Zeit den Weg für die Aufnahme weiterer 100 Menschen geebnet„, erklärt Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg.
Bei der Ankunft und Aufnahme haben freiwillige Helfer bis über Mitternacht hinaus angepackt. „Dafür möchte ich mich bei allen Akteuren und Helfern ganz herzlich bedanken. Dieses Engagement in unserer Stadt ist einfach großartig. Wir in Arnsberg stehen auf der Seite der Opfer„, so Vogel.

Die Menschen sind fast alle dem schrecklichen Krieg und dem unfassbaren Terror in Syrien entkommen und haben die Flucht über das Mittelmehr überlebt, aber auch die Strapazen und die quälenden Unsicherheiten und Ungewissheiten unterwegs überstanden. „Endlich in Sicherheit“, hieß es. Es kamen Einzelpersonen ebenso wie Familien mit Kindern in Arnsberg an – insgesamt 55 Männer, 28 Frauen und 14 Kinder. Die meisten von ihnen stammen aus Syrien. Viele der Flüchtlinge besitzen außer ihrer Kleidung am Körper nichts mehr an Habseligkeiten. Innerhalb von zwei Stunden schufen insbesondere die Mitglieder der Feuerwehr Schlafmöglichkeiten für die neuen 100 Flüchtlinge.

Ebenfalls spontan vor Ort war der Arzt Hans Heiner Decker, der die Menschen einem ersten medizinischen Check unterzog. Besonders erwähnt werden muss auch die ehrenamtliche Unterstützung der vielen Helfer aus dem Team von Maria Dressel und Anke Kalina, die gestern über 16 Stunden lang im Einsatz waren und bei der Erstversorgung und Registrierung der Flüchtlinge halfen.

Vorrangiges Ziel aller Helfer war es am gestrigen Sonntag, die Obdachlosigkeit der Menschen zu verhindern, die aus Dortmund nach Arnsberg unterwegs waren. Ihnen sollte eine menschenwürdige Unterkunft geboten und ein herzlicher Empfang bereitet werden.

Quelle: Stadt Arnsberg