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Arnsberg. Zur Renaturierung der Ruhr im Bereich „Altes Feld“ gehört auch die in diesen Tagen gestartete Entwicklung einer naturnahen Ruhraue durch ein Beweidungskonzept mit Rindern. Ähnliche Konzepte wurden bereits an anderen Orten erfolgreich umgesetzt. Hochattraktive Auen sind dadurch entstanden, die beispielsweise in Olfen (Steveraue – www.olfen.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/steveraue) touristisch genutzt werden.

Im „Alten Feld“ sind jetzt Schottische Hochland-Rinder „an der Arbeit“, um in den nächsten Jahren eine naturnahe Aue zu entwickeln. Bei den „Highlands“ handelt es sich um eine aus Schottland stammende Rasse des Hausrindes, die als besonders charakterstark, robust und langlebig gilt. Die Tiere können ganzjährig auf der Weide verbleiben.
Die naturnahe Ruhraue realisieren diese Rinder durch ihren Appetit. Sie fressen neben Gras und Heu auch junge Triebe von Büschen und Bäumen sowie den giftigen, ätzenden Bärenklau (auch Herkulesstaude genannt), sorgen dadurch wieder für weiteres Wachstum anderer Pflanzen und entwickeln eine struktur- und artenreiche Weidefläche.

Foto: © Stadt Arnsberg

Foto: © Stadt Arnsberg

Insektenfressende Vogelarten wie der Neuntöter oder Fledermäuse wie der Abendsegler finden wieder ein optimales Nahrungsangebot vor. Gänse und Enten haben wieder die Chance, in Ufernähe der Ruhr zu brüten.

Gestartet wurde in AltArnsberg mit einem vergleichsweise geringen Tierbesatz. Aufgrund der schwankenden Erträge der Fläche wird zunächst getestet, wie viele Tiere von der Fläche leben können. Für eine extensive Weidenutzung zwischen Kamelbrücke und Twietebrücke erscheint eine Beweidung durch maximal zwölf Tiere möglich. Evtl. kommen wild lebende Ponys oder Esel hinzu.

Der vorhandene Fußweg mit wunderschönem Blick auf die Entwicklung einer qualitätsvollen Auensituation und die Altstadt bleibt bestehen. Von dort kann in den kommenden Jahren ein in jeder Hinsicht einmaliges Naturerlebnis beobachtet werden.

Mit der Beweidung gewinnt der Weg also zusätzlich an Attraktivität für Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer. Die Rinder sind auf der Fläche gut einsehbar.

Foto: © Stadt Arnsberg

Foto: © Stadt Arnsberg

Auch Hunde können, wie bisher auch und im Stadtgebiet üblich, angeleint mitgeführt werden. Darüber hinaus schafft die Stadt an der Straße „Altes Feld“ in der Nähe der Kamelbrücke zur Zeit eine Hundewiese, auf der Hundehalter ihre Tiere frei laufen lassen können.

Das neue Beweidungskonzept in der Arnsberger Ruhrschleife orientiert sich an den positiven Erfahrungen an der Ruhr in Witten und Fröndenberg und geht auf eine Anregung der Bezirksregierung Arnsberg zurück, die die Renaturierung der Ruhr im Arnsberger Stadtgebiet gefördert hat und fördert.

Geplant ist in den nächsten Jahren ein attraktiver Aussichtspunkt, wenn sich die Natur an der Ruhr mit Hilfe der Rinder im Alten Feld wieder eingefunden und eingewöhnt hat.

Quelle: Stadt Arnsberg