Print Friendly, PDF & Email

Arnsberg. Torsten Sträter steht konsequent für drei große Ks: Komik, Kabarett und Klartext. Das gibt klar die Richtung vor für sein Programm „Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben“ am Samstag, den 27. April, um 20 Uhr in der KulturSchmiede.

Seinen Stil umreißt Torsten Sträter als „Comedy mit integrierten Lesungselementen“: Klingt erstmal wie Reklame für einen Couchtisch, ist aber nur die nüchterne Beschreibung für eines der lustigsten Stand-up & Sit-down-Lese-Comedy-Kabarett-Programme überhaupt (Passauer Scharfrichterbeil 2012!).

Keinen Moment lang lässt Torsten Sträter auf der Bühne seine Zuhörer darüber im Zweifel, dass er ursprünglich dem Bühnen-Stahlbad Poetry Slam – er ist u.a. mehrfacher NRW-Champion – entstiegen ist.

Was den Inhalt des Programms angeht, wird nicht zuviel verraten. Nur soviel: bei Sträter ist Idiotie nicht nur ein leeres Wort und alle sozial relevanten Themen sind drin. Ein paar Stichworte vielleicht: Der Geburtsdortmunder erzählt von gebrochenen Menschen und tiefgefrorenen Hunden, der Spargelsaison, Frauenfußball, Fleischwurst, Poesie, frittiertem Frühstück, Kindern, Liebe, Atomkraft, seiner Mutter, dem Leben im Ruhrgebiet und anderen wirklich sonderbaren Gegebenheiten – und das alles mit einer angenehmen Stimme.

Aber auch die stillen Nuancen, die fragilen Aufbauten der mattgrauen Zwischentöne des Miteinanders werden ausgelotet, die Haptiken genuiner Gefühle eindringlich erfahrbar gemacht. Das stimmt zwar nicht, klingt aber gut…

Torsten Sträter stellt die Veranstalter mit seiner Kleinkunst vor ein Luxusproblem: Er sprengt einfach jede Genrebezeichnung. Einer, der es nun wirklich wissen muss, urteilt über den Autor Torsten Sträter: „Ich habe über meine Leistungsgrenze hinaus lachen können.“ (Fritz Eckenga)

Eintrittskarten für einen Abend „einmal mit Alles“ sind in den Arnsberger Stadtbüros und unter Telefon 02931 893-1143 erhältlich. Weitere Infos gibt es auf www.torsten-straeter.de. Sträters beiden bisher erschienenen Bücher sind im Handel erhältlich.

Quelle: Stadt Arnsberg