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Arnsberg / Müschede. Beeindruckt zeigten sich Mitglieder und Freunde des SPD-Ortsvereins Müschede beim Besuch der Wertstoffaufbereitungsanlage der Unternehmensgruppe Lobbe in Iserlohn-Sümmern. Bärbel Weist, Referentin für die Öffentlichkeitsarbeit, erläuterte den Besuchern umfassend und anschaulich die Funktionsweise der Sortieranlage.

13,5 Millionen Euro investiert

In der, Anfang 2015 in Betrieb genommenen, modernen und hochautomatisierten Anlage, werden zurzeit täglich etwa 350 Tonnen Wertstoffe sortiert. Die Jahreskapazität der Anlage ist auf zirka 95.000 Tonnen ausgelegt. Etwa 13,5 Millionen Euro wurden am Standort Iserlohn-Sümmernzum Bau der Aufbereitungsanlage investiert. 60 Arbeitsplätze im 3-schichtigen Betrieb konnten so geschaffen werden. Die Wertstoffaufbereitungsanlage gilt als eine der Modernsten in Europa.

Foto: © Lobbe Holding

Foto: © Lobbe Holding

Rasante Berg-und Talfahrt

Etwa 100 schnell laufende (etwa 3 Meter pro Sekunde) und unterschiedlich breite Förderbänder transportieren die Wertstoffe ab Anlieferungsplatz von einer zur anderen Sortierstation. Insgesamt rund 1,2 km Förderbänder, so Bärbel Weist, sind in einer rasanten Berg- und Talfahrt in der Anlage im Einsatz. Effiziente Magnete separieren Metalle, hochwirksame Scanner sortieren Kunststoffe aus. Folien werden in einer riesigen Siebtrommel von etwa 8 Meter Länge und einem Durchmesser von rund 3 Metern vorsortiert.

Hohe stoffliche Verwertung

Etwa 45% der sortierten Stoffe, wie z.B. Papier und Pappe, Aluminium und Weißblech, Flüssigkeitsbehälter und Kunststoffe können der stofflichen Verwertung und damit Wiederverwendung zugeführt werden. Die restlichen Stoffe werden der energetischen Verwertung in der Verbrennungsanlage und dem Heizkraftwerk Iserlohn zugeführt.
Am Leitstand konnten sich die Besucher über die schematisch dargestellten Abläufe und der vollständigen Überwachung der Wertstoffaufbereitungsanlage informieren und überzeugen.

Quelle: Klaus Plümper