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Arnsberg (ots). Der Polizei sind zwei neue Fälle des sogenannten Enkeltrickbetrugs bekannt geworden. In beiden Fällen wurden ältere Mitmenschen am Mittwoch [16. September 2015] gegen 13:30 Uhr angerufen. Einer der beiden Frauen, einer 85 Jahre alte Frau aus Oeventrop, stellte sich der männliche Anrufer als Enkel vor. Er bat seine „Oma“ um mehrere tausend Euro. Die Seniorin erkannte aber sofort den Betrugsversuch und beendete das Gespräch.

Im zweiten Fall war eine 67 Jahre alte Frau aus Rumbeck als Opfer ausgesucht worden. Auch hier versuchte sich der männliche Anrufer das Vertrauen der Frau zu erschleichen, in dem er sich als guter Bekannter ausgab. Er berichtete am Telefon, er stecke in einer finanziellen Klemme und benötige dringen Bargeld. Dieses würde die Frau auch sehr schnell wieder zurückbekommen.

Die 67-Jährige sagte zu, das gewünschte Geld von ihrer Bank zu holen und vereinbarte einen Abholungstermin. Anstatt aber das Geld tatsächlich zu holen, wurde umgehend die Polizei informiert. Da aber keiner der Täter zu der vereinbarten Geldübergabe erschien, kam es zu keinem wirtschaftlichen Schaden, es kam aber leider auch zu keinen Festnahmen durch die Kriminalpolizei.

In beiden Fällen ermittelt die Kriminalpolizei jetzt wegen versuchten Betrugs. Die Ermittler raten älteren Menschen, die derartige Anrufe erhalten, zu größter Vorsicht. Grundsätzlich sollte niemals Bargeld an Unbekannte übergeben werden. Um zu hinterfragen, ob es sich bei den Anrufern tatsächlich um Verwandte oder gute Bekannte handelt, sollten diesen bereits beim ersten Telefonat Fragen gestellt werden, die nur die echten Verwandten beziehungsweise Bekannten beantworten können. So können die Betrüger schnell entlarvt werden.

Auch eine Kontaktaufnahme mit den realen Personen, deren Identität die Anrufer vorspiegeln, unter bekannten Erreichbarkeiten kann die Situation schnell klären. Besteht auch nur der geringste Zweifel an der Identität des Anrufers, so sollten die Telefonate umgehend beendet werden und eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis
Grafik: © Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis (mit Genehmigung zur redaktionellen Verwendung)