Print Friendly, PDF & Email

Arnsberg. Am Samstag [23. August 2014] werden Fahrradfahrer/Innen in der Hauptstraße „geblitzt“: Ab 10 Uhr können sich jene, die mit dem Rad zum Einkaufen unterwegs sind, in der Höhe des Glockenspiels fotografieren lassen. Das Foto und eine kurze persönliche Begründung, warum man das Rad zum Einkaufen nutzt, werden dann unter anderem in die Internetseiten der Stadt Arnsberg eingebunden.

Die gemeinsame Aktion vom Team „Fahrradfreundliches Arnsberg“ und Aktives Neheim e.V. belohnt jene, die in den Sattel steigen. Wer teilnimmt, setzt damit nicht nur ein Zeichen für eine fahrradfreundliche Innenstadt, sondern kann auch eine von zehn Neheimer Shopping Cards im Wert von zehn Euro gewinnen. Zudem erhalten alle Teilnehmenden einen regenfesten Sattenschoner von der Einkaufswelt Neheim.

Die gemeinsame Aktion vom Team „Fahrradfreundliches Arnsberg“ und Aktives Neheim e.V. belohnt jene, die in den Sattel steigen. Foto: Stadt Arnsberg

Die gemeinsame Aktion vom Team „Fahrradfreundliches Arnsberg“ und Aktives Neheim e.V. belohnt jene, die in den Sattel steigen. Foto: Stadt Arnsberg

Die Initiatoren möchten mit dieser Aktion sowohl BürgerInnen motivieren, mit dem Rad zum Einkaufen zu fahren, als auch dem Einzelhandel deutlich machen, welches Potenzial Radfahrer/Innen haben und warum es sich lohnt, eine fahrradfreundliche Einkaufsstadt zu unterstützen.

Schnell und preiswert in die Stadt

Abgesehen davon, dass es Spaß macht, Alltagswege mit dem Rad zu fahren, und sowohl gut für die Umwelt als auch für die Gesundheit ist, sprechen weitere gute Gründe dafür, mit dem Rad zum Einkaufen zu fahren: In der Stadt bewältigen Radfahrer Strecken unter drei Kilometer am schnellsten. Während andere noch auf den Bus warten oder einen Parkplatz suchen, haben die Radler den Laden längst betreten. Der Zeitvorteil wächst mit der Anzahl der besuchten Geschäfte. Mit dem Rad einzukaufen bedeutet, den direkten Weg von Tür zu Tür zu nehmen, keine Waren über weitläufige Kundenparkplätze zu tragen oder Parkhäuser durchqueren zu müssen. Darüber hinaus sparen RadfahrerInnen jede Menge Geld. Nur Laufen ist günstiger, dauert jedoch wesentlich länger. Radfahrer brauchen kein Benzin, zahlen keine Parkgebühren und kassieren nur äußerst selten Strafzettel.

Fahrradfreundliche Geschäfte lohnen sich. Auf der anderen Seite darf der Einzelhandel das Potenzial von Radfahrer/Innen nicht unterschätzen. Zwar geben sie pro Einkauf weniger Geld als AutofahrerInnen aus, frequentieren die innerstädtischen Geschäfte dafür aber öfter – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Während PKW-Kunden an durchschnittlich 123 Tagen im Jahr einkaufen, kommen die RadfahrerInnen auf 148 Tage und bringen in der Summe mehr als die motorisierte Kundschaft. Interessant ist dies vor allem für Geschäfte, die Waren des täglichen Gebrauchs anbieten sowie für Einzelhändler, die unter der Konkurrenz auf der „grünen Wiese“ leiden. Unter wirtschaftlichen Aspekten bringen Investitionen in eine fahrradfreundliche Infrastruktur mehr als ruinöse Schlachten um den niedrigsten Preis.

Zusätzliche Fahrradparker für Neheim

Da es mit der Entwicklung immer leistungsstärkerer – und schickerer – Elektrofahrräder zunehmend einfacher wird, weitere Strecken und Steigungen zurückzulegen oder schwere Einkäufe entspannt zu transportieren, gibt es einerseits kaum noch eine Ausrede, Alltagswege nicht mit dem Fahrrad zu tätigen. Andererseits fordert diese Entwicklung, verstärkt auf die Bedürfnisse der fahrradfahrenden Kundschaft einzugehen. Auch vor diesem Hintergrund wurden jüngst neue Fahrradparker zwischen Neheimer Markt und Bexley-Platz installiert.

Quelle: Stadt Arnsberg