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Arnsberg / Niedereimer. Am Sonntag [08. Februar 2015] beging die Löschgruppe Niedereimer ihre diesjährige Agathafeier vor Ort. In der Heiligen Messe ging Vikar Guido Ricke in seiner Predigt eindrucksvoll auf die Willensstärke der Feuerwehrleute und ihres Vorbildes der Heiligen Agatha – was übersetzt „die Gute“ heißt – ein. Hierfür wurde er mit Beifall in der Kirche bedacht.

Lernen könnte aber auch die Kirche von der Feuerwehr, indem sie nicht nur großflächig denke, sondern das dörflich geprägte Leben mehr unterstützen und ihre Stärken hervorheben sollte. Eine gute Gemeinschaft/Kameradschaft sei unerlässlich sowohl in der Kirche, als auch im dörflichen Leben.

In der Halle auf der Friedrichshöhe begrüßte der örtliche Einheitenführer Brandinspektor Markus Schneider anschließend die anwesenden Kameraden/Innen sowie die geladenen Gäste. Er sprach Allen seinen Dank für das gute Miteinander im Jahre 2014 aus. Im letzten Jahr leistete die Einheit bei 18 Einsätzen (z.B. Bränden, technischen Hilfeleistungen, Brandsicherheitswachen) 286 Stunden ehrenamtlichen Dienst.

Der Einheit Niedereimer gehören derzeit zwei Frauen und 25 Männer in der Einsatzabteilung sowie acht Jugendfeuerwehrleute und 13 Männer in der Ehrenabteilung an. Schneider ging besonders auf den geplanten Neubau des gemeinsamen Gerätehauses für die Einheiten aus Niedereimer und Bruchhausen ein und bat die Beteiligten um die bestmögliche Unterstützung aus den eigenen Reihen.

Um das Projekt weiter zu festigen, sollten bei der zukünftigen Grundsteinlegung möglichst alle Angehörigen beider Einheiten zugegen sein. Brandinspektor Schneider wies zum Schluss noch darauf hin, dass was auch kommen mag, die Feuerwehr großen Wert darauf lege, auch weiterhin starke Präsenz im Ort Niedereimer zu zeigen.

Auch der Basislöschzugführer Brandoberinspektor Dirk Sölken ging in seiner Rede auf die bevorstehende örtliche Zusammenlegung der Einheiten Niedereimer und Bruchhausen sowie den für Ende 2015 geplanten gemeinsamen Einzug in das neue Gerätehaus ein. So wie vor 40 Jahren bei der kommunalen Neugliederung Kompromisse eingegangen worden seien, so seien auch heute beiderseitige Einigungen notwendig, um eine Bindung zum neuen Gerätehaus zu schaffen. Allerdings dürften beide Einheiten die Eigenständigkeit nicht verlieren, und sie müssten die Bindung zum Ort sowie die Einbindung ins dörfliche Leben trotz der räumlichen Entfernung bewahren.

Känzler: „Das neue Gerätehaus soll ein neues Zuhause für den Basislöschzug 6 schaffen.“

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Martin Känzler, bedankte sich zuerst bei Vikar Ricke für seine Predigt, die viel Wahrheit beinhaltet habe, bevor er sich bei allen Einsatzkräften der Einheit Niedereimer für das zurückliegende ruhige und unauffällige Jahr bedankte. Er dankte zudem Allen für die Teilnahme an Übungen und Lehrgängen sowie für das erbrachte Engagement und die Beteiligung an Einsätzen in Niedereimer und darüber hinaus.

Besonders dankte er den Kameraden, die im Rahmen des Katastrophenschutzes überregionale Hilfe leisteten. Dies erfahre eine besondere Wertschätzung der Allgemeinheit, so Känzler. Aber auch den Partner/Innen gebühre Dank dafür, dass sie bei Einsätzen, Übungen oder Lehrgängen stets zurückstehen.

Känzler weiter: „Ich hoffe, dass das neue Gerätehaus noch in diesem Jahr seiner Bestimmung und damit den beiden Einheiten Niedereimer und Bruchhausen übergeben werden kann, um beispielgebend und auf dem neusten Stand der Technik ein neues Zuhause für den Basislöschzug 6 zu schaffen.“ Mit dem Einzug in das neue Gerätehaus komme auch das neue Ausbildungskonzept der Jugendfeuerwehr ganz besonders zum Tragen, indem der Nachwuchs der Brandschützer künftig nämlich innerhalb des Basislöschzug-Verbundes üben könne. In der Stadt Arnsberg hätten zudem bereits 15% der Jugendfeuerwehrleute einen Migrationshintergrund, was einen ersten Erfolg auf dem Weg der Feuerwehr zu einem repräsentativen Abbild der Gesellschaft darstelle. Zum Schluss wünschte Känzler der schlagkräftigen Einheit Niedereimer innerhalb der Stadt Arnsberg gutes Gelingen für das Jahr 2015 und vor allem Gesundheit im Feuerwehrdienst.

Die beförderten und geehrten Kameraden/Innen mit Einheitenführer Schneider, Basislöschzugführer Sölken und Gästen. 1. Reihe (v.l.n.r.): Klaus Vernholz (Vereinsringvorsitzender) - Michaela Molitor - Vikar Guido Ricke - Dorothee Brunsing-Aßmann (Bezirksausschuss) - Hans-Josef Vogel (Bürgermeister): 2. Reihe (v.l.n.r.): Markus Schneider (örtlicher Einheitenführer) – Wilfried Glaremin – Martin Känzler (stellvertr. Leiter der Feuerwehr) - Dirk Sölken (Basislöschzugführer): 3. und 4. Reihe (v.l.n.r.): Michael Johannes Kaiser - Andreas Zander - Stephan Voß - Andreas Bertram - Sascha Meinert - Holger Weber. Foto: © Feuerwehr Arnsberg

Die beförderten und geehrten Kameraden/Innen mit Einheitenführer Schneider, Basislöschzugführer Sölken und Gästen. 1. Reihe (v.l.n.r.): Klaus Vernholz (Vereinsringvorsitzender) – Michaela Molitor – Vikar Guido Ricke – Dorothee Brunsing-Aßmann (Bezirksausschuss) – Hans-Josef Vogel (Bürgermeister): 2. Reihe (v.l.n.r.): Markus Schneider (örtlicher Einheitenführer) – Wilfried Glaremin – Martin Känzler (stellvertr. Leiter der Feuerwehr) – Dirk Sölken (Basislöschzugführer): 3. und 4. Reihe (v.l.n.r.): Michael Johannes Kaiser – Andreas Zander – Stephan Voß – Andreas Bertram – Sascha Meinert – Holger Weber. Foto: © Feuerwehr Arnsberg

Danach nahm der stellvertretende Wehrführer einige Beförderungen von Feuerwehrkameraden/Inn vor. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde Michaela Molitor befördert. Oberfeuerwehrmänner wurden Sascha Meinert und Holger Weber. Stadtbrandinspektor Martin Känzler sprach Holger Weber zudem noch einen besonderen Dank aus, da er sich schon nach kurzer Zeit im Feuerwehrdienst um die Arbeit in der Jugendfeuerwehr und als Helfer der PSU-Truppe (Psychosoziale Unterstützung) verdient gemacht habe. Des Weiteren beförderte er Holger Glaremin zum Hauptfeuerwehrmann und Stephan Voß zum Unterbrandmeister.

Löschgruppe Niedereimer vorbildlich bei Anzahl der Jugendfeuerwehrleute

Bürgermeister Hans-Josef Vogel zeigte sich anschließend beeindruckt von der Anzahl der Jugendfeuerwehrleute in Niedereimer. Mit acht jungen Leuten liege die Löschgruppe Niedereimer, auf die Bevölkerungszahl gerechnet, bei einem sehr hohen Anteil von Jugendlichen und sei diesbezüglich sicher eine vorbildliche Einheit innerhalb der Stadt Arnsberg. Die Feuerwehr, so Bürgermeister Vogel, sei eine gute und erfolgversprechende Gemeinschaft denn, so Vogel wörtlich: „Ohne Gemeinschaft ist man einsam!“. Und so sagte er den Einheiten aus Niedereimer und Bruchhausen jegliche Unterstützung zu. Mit dem Gerätehausneubau und dem Ausbau der Stadtwerke sollten Synergien genutzt werden, dennoch habe der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Vorrang.

Die noch bessere Vernetzung der Stadtteile sei auch in Bezug auf die Feuerwehr besonders wichtig, um auf Dauer eine effektive Arbeit zum Wohle der Bevölkerung leisten zu können. Trotzdem müsse es aber möglich sein, eine gewisse Eigenständigkeit zu behalten. Vogel bedankte sich beim ehemaligen Stadtratsmitglied Friedel Sölken, der das Projekt Gerätehausneubau immer konstruktiv-kritisch mitbegleitet habe und für seine zielführend-kooperative Arbeit während dieser Zeit.

Den Feuerwehrkameraden/Innen sprach er abschließend seinen Dank aus für die Bereitschaft, ihe Freizeit für Einsätze, Übungen und Fortbildungen zu Opfern, um so ihr Engagement für die Bevölkerung einzubringen.

Nach diesen Worten nahm er die Ehrungen langjähriger verdienter Feuerwehrmänner vor. So wurde der Oberbrandmeister Andreas Zander mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Silber für 25-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet. Das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Gold für 35-jährige Zugehörigkeit erhielten Unterbrandmeister Michael Johannes Kaiser und Hauptbrandmeister Andreas Bertram. Für 50 Jahre im Feuerwehrdienst wurde Brandinspektor Wilfried Glaremin mit der Ehrennadel in Gold geehrt.

Bezirksausschuss und Vereinsring danken der Feuerwehr in Niedereimer

Die stellvertretende Bezirksausschussvorsitzende Frau Dorothee Brunsing-Aßmann brachte es anschließend kurz und knapp auf den Punkt: Sie bedankte sich bei allen Kameraden/Innen im Namen der Bürger/Innen der Stadt Arnsberg für die Einsatzbereitschaft im Jahre 2014.

Zum Schluss überbrachte der Vereinsringvorsitzende Klaus Vernholz noch den Dank und die Grüße der Dorfbevölkerung Niedereimers sowie aller dörflichen Vereine, Institutionen und Gemeinschaften. Er dankte den Feuerwehrleuten für ihre stete Hilfsbereitschaft im Ort. Durch den Umzug ins neue Gerätehaus kämen auf alle Beteiligten unumgängliche Veränderungen zu, wie immer im Leben. Diese kleinen und großen Veränderungen könnten aber nur gemeinsam gemeistert werden, und man sollte diese Herausforderung annehmen. Dennoch sollte man seine Wurzeln und die Hei-mat nicht vergessen.

Quelle: BI Detlev Becker, Öffentlichkeitsbeauftragter LG Niedereimer