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Arnsberg. Nach einer akuten Erkrankung oder einem Unfall werden Sie plötzlich pflegebedürftig und sind auf fremde Hilfe angewiesen. In dieser Situation wünscht sich jeder eine gute und fürsorgliche Behandlung durch das Pflegepersonal in Krankenhäusern, Pflegeheimen und zu Hause. Doch was ist, wenn es durch Stellenabbau, Berufsflucht und steigender Zahl von pflegebedürftigen Menschen, nicht mehr genügend Pflegekräfte zur Verfügung stehen?

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und zu Hause nimmt seit Jahren zu. Gleichzeitig steigen durch Stellenabbau und Arbeitsverdichtung die Belastungen für alle Pflegenden. Seit die Fallpauschalen (DRG) 2003 eingeführt wurden, welche die Leistungen der Pflege nur zu einem sehr kleinen Teil berücksichtigen, stehen auch die Krankenhäuser und Pflegeheime finanziell mit dem Rücken zur Wand. Obwohl internationale und nationale Studien den Zusammenhang zwischen Anzahl und Qualifikation des Pflegepersonals und Komplikationen für Patienten beweisen, reichen die geplanten Maßnahmen der Politik nicht aus.

Auch im Sauerland wird es zunehmend schwierig freie Stellen in der Pflege neu zu besetzen, dies bedeutet eine noch höhere Arbeitsbelastung der vorhandenen Pflegekräfte. Ebenfalls sind schon mehrere Krankenhäuser aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen worden. Das alles führt dazu, dass gerade im weitläufigen Sauerland, die Versorgung vor Ort immer schlechter wird.

„Um die Bevölkerung und die Politik aufmerksam zu machen, rufen wir mit PFLEGE AM BODEN und der Aktion PflegeWende des Caritas Verbandes zu einer MENSCHEN-LICHTERKETTE in Form eines Sterbekreuzes auf dem Neheimer Markt in Arnsberg-Neheim, am Mittwoch [10. Dezember 2014] um 17:00 Uhr auf. Mit dieser Gemeinschaftsaktion wollen wir ein deutliches Zeichen setzen und für die Öffentlichkeit erkennbar für eine Verbesserung der Pflege eintreten.“

„Deshalb fordern wir die Politik auf: Ändern Sie endlich die Arbeitsbedingungen für Pflegende, garantieren Sie uns ausreichend Zeit für die Bedürfnisse der uns anvertrauten Patienten und stoppen Sie die Armutsfalle für pflegende
Angehörige! Unser Ziel, die Menschen so zu versorgen, dass sie auch als Pflegebedürftige noch in Würde leben können, ist nahezu utopisch geworden.“

Quelle: Klinikum Arnsberg GmbH