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Arnsberg. Da Lärm belastend wirken kann, stellt er ab einem gewissen Level ein Umweltproblem dar. Aus diesem Grund hat die Europäische Union die sogenannte „Umgebungslärmrichtlinie“ verabschiedet. Dabei werden in einer europaweit angeglichenen Lärmkartierung lokale Lärmbelastungen ermittelt. Mithilfe von Lärmaktionsplänen sollen anschließend Maßnahmen dargestellt werden, mit denen der Lärm gemindert werden kann.

Für die Stadt Arnsberg bedeutet das: Auf Basis der EU-Umgebungslärmrichtlinie mussten im Stadtgebiet Lärmkarten für Hauptverkehrsstraßen – also Bundesfernstraßen und Landesstraßen jeweils mit einem Verkehrsaufkommen von über drei Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr – erstellt werden. Im Auftrag der Stadt wurden die bereits vorhanden Daten der Berechnung des Landes NRW anschließend darüber hinaus verwendet, um auch Gemeindestraßen mit einer vergleichbaren Ver-kehrsbelastung in ähnlicher Weise zu erfassen.

Durch die Erstellung von Lärmaktionsplänen sollen nun in Zukunft schädliche Lärmauswirkungen verhindert oder gemindert werden. Zudem sollen ruhige Gebiete erhalten werden. Die Umgebungslärmrichtlinie selbst gibt keine Grenz- oder Richtwerte für die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes vor. Ein gesetzlicher Anspruch auf die Durchführung konkreter Maßnahmen entsteht durch die Aktionspläne nicht. Maßnahmen müssen zudem im Einvernehmen mit dem jeweiligen Straßenbaulastträger durchgeführt werden.

In Abstimmung mit den verschiedenen Straßenbaulastträgern wurde somit nun ein Lärmaktionsplan für Arnsberg entwickelt. Dieser Entwurf sowie die Lärmkarten sind unter www.arnsberg.de/umwelt zu finden. Weitere Anregungen und Vorschläge zum Straßenlärm können die Bürgerinnen und Bürger hierzu ab jetzt einbringen. Voraussichtlich im Herbst 2014 erfolgt dann die Beratung und Beschlussfassung durch die politischen Gremien der Stadt. Weitere Informationen zum Thema gibt es beim Umweltbüro unter Tel. 02932 201-1800 sowie per e-mail an umweltbuero@arnsberg.de.

Quelle: Stadt Arnsberg