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Arnsberg. Am Sonntag [25. August 2013] sind die angehenden Schmiedeteil-nehmer mit Feuer und Eisen dem Alten Markt schon deutlich weitergekommen. Außerdem geht es weiter im Blauen Saal des Sauerland-Museums mit PaperToys, den Papiergebilden der besonderen Art.

Zwischen 11 Uhr und 13 Uhr lädt das Alte Backhaus zum Jazz-Frühstück mit Blue HonkyTonk aus Dresden. Anmeldungen bzw. Vorverkauf sind notwendig, denn 60 Plätze sind schon weg: mail@altesbackhaus.de, Telefon 0293 896633, pro Person 12,50 Euro.

14 Uhr wird die Ausstellung „775 Jahre Arnsberg – 775 kreative Trinkgefäße“ in den Bürgergärten an der Twiete eröffnet. Ab ca. 14 Uhr öffnet sich dann der ganze Bereich Steinweg/Alter Markt für ein kreatives Treiben.

Am Anfang des Steinwegs zeigt die Tango-Szene Arnsberg mit vielen Gästen Tango vom Feinsten – in schönster Kunstsommertradition Open-Air mit DJ Karl. Highlight des Sonntags ist das Open-Air-Maskentheaterstück „HOME“ mit dem Berliner ‚THEATRE fragile‘ rund um den Glockenturm. Wo fühlen wir uns zu Hause? Ist das „unterwegs“ unsere neue Heimat? Wie kann man ein Heimatgefühl bekommen, wenn das herkömmliche „zu Hause“ nicht da ist? Theatre fragile sucht Antworten: Der hypermobile Manager, der Migrant, der reisende Musiker und der Globetrotter u.a. sind seine Hauptfiguren.

Das Besondere: Theater und begehbare Bühnenbilder verbinden sich auf wunderbare Weise mit dem Ort. Der Zuschauer selbst kann aktiv werden. Das Maskentheater setzt auf leise Töne, kurzes Innehalten, sensibles Zuhören und Zusehen.

„HOME“ beginnt um 15 Uhr am Maximilian-Brunnen – danach spielen die Akteure parallel an 6 Stellen in der Altstadt: In der Hallenstraße, am Kaiserspförtchen, in der Reitschule, Unterm Tempel, am Kapellenplätzchen/Hanstein und bei Edelbroichs Tante auf dem Hof. Schlusspunkt ist nach ca. 90 Minuten wieder der Maximilian-Brunnen. Verpasst man da nichts? Keine Sorge: An jeder Station werden die Szenen mehrfach gespielt – jeder Besucher kann also seine Szenenfolge frei wählen, ohne etwas zu verlieren.

Aber auch sonst ist was los: So gibt ZouZou aus den Niederlanden „Zzartagnan – Die Rückkehr des ritterlichen Retters“. ZouZou in seiner Paraderolle als ritterlicher Retter mitsamt seinen treuen Gefährten reitet und rettet an verschiednen Punkten auf dem Steinweg und dem Alten Markt. Die Kunstsommer-Kino-Feuerwehr ist auch da.

Und ein Bühnenprogramm fehlt nicht:

Auf der Bühne am Lindenberg startet um 14 Uhr ein Programm für Kinder (und Erwachsene). Das Little Puppet Theatre zeigt „Peter and The Wolf“ – eine durch die herrliche Musik und die liebevoll gestalteten Puppen wunderbar verständliche English Performance.

Tja – und dann? Um es gleich zu sagen – die angekündigten „Sweethearts“ kommen nicht: Sommergrippe. Aber es kommen die Zucchini Sistaz.

Rasend schnelle Rhythmen, schmissige Vokalharmonien und eine höchst vergnügliche Bühnenshow – sie begeistern letztlich dreistimmig singend. Gut im Strumpf stehend sind sie sich dabei ihre eigene „Im-Kleid-Begleit“-Band mit Kontrabass, Gitarre, Posaune und Flügelhorn.

Swingklassiker der 30er Jahre sind Ausgangspunkt ihrer musikalisch-choreographischen Exkursionen – 70 Jahre Popgeschichte konnten aber nicht spurlos vorbeiziehen. So eröffnen die Zucchini Sistaz kein musikalisches Museum, sondern servieren saftigen Swing.

Sie spielen sich durch die Republik und bezaubern in Köln ebenso wie in Hamburg, Berlin, Leipzig oder Zürich. Sie gaben Konzerte für Oberbürgermeister, auf Jubiläen, Feuerwehrautos, im Zoo, auf Molen, in Kirchen, auf Balkonen und anderen Festivals. Ach übrigens: „Wir sind eine Mitmachband“ – sagen die Zucchini Sistaz.

Noch nicht genug – aber mal was ganz anderes?

Warum nicht Stummfilm?

90 Jahre zurück – Arnsberg steht Kopf: Henny Porten einer der großen Stars des Deutschen Films dreht in Arnsberg. Ihr Erscheinen vor dem Hotel Husemann, jede Fahrt, jede Kameraaktion wird bestaunt. Gedreht wurde „Das Geheimnis vom Brinkenhof“. Jetzt ist der Film wieder zu sehen: Am Sonntag ab ca. 20.30 Uhr – und zwar erstmals an einem der Drehorte: Im Hof der ehemaligen Schmiede Hövel, Eichholzstr. 20. Möglich gemacht haben das – neben Christa und Rudi Olm – der Arnsberger Heimatbund e.V. und das Medienzentrum des HSK.

Doch was wäre ein solcher Film ohne Musik? Das ist die zweite Premiere des Abends: Der Musiker Thomas Ludwig – bekannt unter dem Label onetronic – wird live seine Interpretation zum Film geben. Der Eintritt ist frei; es wird um Spenden für das Christophorus-Haus in Oeventrop gebeten.

Und worum geht es im Film? Ach, düstere Geheimnisse, Herz, Schmerz, Heimat, schmachtende Blicke, üble Figuren – Herz was willst Du mehr!?

Eintritt: Überhaupt, falls nicht anders angeben, gilt für alle Aktionen: Umsonst und draußen.

Quelle: Stadt Arnsberg