Print Friendly, PDF & Email

Arnsberg. Die Kulturstrolche der Drittklässler der Sauerschule besuchten nun gemeinsam mit ihrer Jahrgangslehrerin Ruth Raffenberg den nahegelegenen Arnsberger SGV-Jugendhof im Hasenwinkel. Kochkultur in der Großküche – „So entstehen Schnitzel“ und „Kreative Holzobjekte gestalten“ standen an diesem Morgen auf dem Plan.

Nach der Begrüßung wurden die Kinder in zwei Gruppen geteilt. Gruppe eins ging mit Thomas Aufderbeck, dem Küchenleiter, in die Großküche. Dort erlebten die Kulturstrolche, wie einfach man mit Lebensmitteln etwas Gutes kochen kann, ganz ohne Fast Food. Das Thema Schnitzel war der rote Faden für die Stunde in der Küche. Herr Aufderbeck und ein Mitarbeiter zeigten den gespannten Kindern, aus welchem Tier das Schnitzel besteht und wie ein Schweinerücken aussieht.

Komplett von Anfang an durften die Kulturstrolche zusammen mit den Profis selber Schnitzel machen: Das Fleisch wurde geschnitten, plattiert, komplett paniert, also durch Mehl, Ei und Paniermehl gezogen, und gebraten. Die Kinder stellten begeistert fest, wie gut es schmeckt, wenn man Essen selber macht. Die leckeren Schnitzel wurden dann im Speiseraum gegessen, in dem sonst die vielen Schulklassen sitzen, die ihre mehrtägigen Klassenfahrten im Arnsberger Jugendhof verbringen. „Viele wollten direkt am nächsten Tag wieder zum Schnitzel essen kommen„, lachte Thomas Aufderbeck, der mit viel Engagement und Freude mit den Kindern aktiv war.

Die Kulturstrolche auf Schnitzel-Tour. Foto: © Stadt Arnsbrg

Die Kulturstrolche auf Schnitzel-Tour. Foto: © Stadt Arnsbrg

Parallel dazu wurde unter Anleitung von Susanne Thoss experimentierfreudig und individuell aus kleinen Holzstücken, Drähten, Zweigen und sonstigen Fundstücken wie Korken und Metallösen gebastelt. Es wurde mit Handbohrern gebohrt, mit groben und feinen Steinen geschmirgelt und kreativ mit den unterschiedlichen Holz- und Metallstücken gestaltet. „Das ist toll!“, so ein Kulturstrolch. Auf diese Weise entstanden Aliens, Schlangen, Dreibeine und nachgebildete Böller mit Zündschnur. Dafür steckten die Kinder Metalldrähte in kleine Äste und ließen sie in Gedanken explodieren. Zwei Jungen produzierten einen Böller nach dem anderen in ihrer sebst ernannten Böllerwerkstatt.

Der Phantasie war keine Grenze gesetzt. „Das hat den Kindern Spaß gemacht„, sagte Frau Raffenberg erfreut. „In Absprache mit Herrn Aufderbeck nehmen wir nach dieser Pilotphase die Veranstaltung mit ins Programm„, so die Projektbetreuerin Susanne Thoss, die das Kulturstrolche-Projekt für das Kulturbüro der Stadt Arnsberg begleitet. „Im November oder Dezember 2015 organisieren wir wieder einen Schnitzeltag im SGV-Jugendhof„, sind sich die Organisatoren einig.

Quelle: Stadt Arnsberg