Print Friendly, PDF & Email

Arnsberg. Sie sind stark im digitalen Leben verwurzelt, engagieren sich in überdurchschnittlichem Maße ehrenamtlich und bewerten insbesondere das Sportangebot in ihrer Stadt sehr positiv: In Arnsberg weiß man nun ein bisschen genauer, was Jugendliche von den Angeboten in der Stadt wissen, wie sie diese bewerten und welche Potenziale sowie Verbesserungsbedarfe es akut gibt.

Grund dafür ist eine große Jugendbefragung, die die Stadt in den vergangenen Wochen durchgeführt hat. „Insgesamt fast 2000 junge Menschen ab der 7. Klasse haben sich beteiligt, was die Ergebnisse der Befragung zu repräsentativen Erkenntnissen macht“, freut sich Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel. Die wichtigsten Fakten, die in den kommenden Wochen und Monaten weiter ausgearbeitet werden sollen und die Grundlage von Workshops mit verschiedenen Akteursgruppen bilden werden, sind im Folgenden aufgeführt:

  1. Das Internet und soziale Netzwerke spielen im Leben junger Menschen eine große Rolle. So gaben fast 70% der Befragten an, sich im Internet über ihre Stadt und die Region zu informieren, 30% nutzen dazu zudem soziale Netzwerke. Dort loggen sich 45% der Befragten mehrmals täglich ein, ganze 34% und damit die zweitgrößte Gruppe aber tut dies sogar rund um die Uhr. Bei der Frage danach, welche sozialen Netzwerke dabei konkret gemeint sind, gab der Großteil (83%) Facebook an, eine ähnliche hohe Intensität erreichte ansonsten nur das Medium „WhatsApp“ mit knapp 77%. Dementsprechend wünschen sich auch viele Jugendliche (jeweils knapp 50%) in eben diesen digitalen Medien mehr Informationen über ihre Stadt.
  2. Jugendliche in Arnsberg zeichnen sich durch eine hohe Bereitschaft zum sozialen Engagement aus. So engagieren sich aktuell fast 50% der Befragten – die meisten von ihnen in einem Verein (knapp 31%) oder in einem Schulprojekt (9%). Die Hälfte der Befragten würde sich zudem grundsätzlich noch stärker engagieren, wenn die Aufgabe ihr Interesse weckt, ein klares Ziel verfolgt wird und genügend Zeit für die Erfüllung der Aufgabe bereitsteht.
  3. Jugendliche in Arnsberg sind sowohl mit dem sportlichen als auch mit dem gastronomischen Spektrum in der Stadt sehr zufrieden, wünschen sich demgegenüber aber ein für ihre Altersklasse besseres kulturelles Angebot. Viele der jungen Leute wissen auch gar nicht, was es alles an kulturellen Möglichkeiten in Arnsberg gibt. Hier gilt es also, Angebote bzw. deren Kommunikation künftig noch besser auf die Bedürfnisse der Jugendlichen abzustimmen.
  4. Berufliche Aus- und Weiterbildungsangebote müssen noch bekannter werden. So bewerten aktuell zwar 41 Prozent der Jugendlichen erstere Angebote in der Stadt als positiv, 22 Prozent hingegen wissen aber gar nicht, was es hier alles an Möglichkeiten gibt. In punkto Weiterbildung sieht es ähnlich aus: 49 Prozent bewerten die Optionen positiv, 21 Prozent hingegen kennen sie nicht wirklich.

Um die Ergebnisse der Befragung intensiv aufzuarbeiten und insbesondere die vielfältigen Potenziale zu nutzen, die die Studie aufzeigt, werden in den kommenden Wochen verschiedene Workshopgruppen gebildet, die sich der Thematik annehmen. Beteiligt werden neben den Jugendlichen und den Unternehmen und Schulen in der Stadt Arnsberg auch die Agentur für Arbeit, Einzelhändler, Gastronomen, Veranstalter, Verkehrsvereine, das Citymanagement sowie Vertreter der Jugendzentren.

Quelle: Stadt Arnsberg