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Arnsberg. „Wir können anfangen und Neues beginnen.“ Unter diesem Motto ist nun das Projekt Natur-Erlebnis-Raum Arnsberg offiziell gestartet. Von nun an können sich in den nächsten sieben Wochen alle, die an dem einmaligen Projekt mitarbeiten möchten, melden. Jeder erhält damit die Gelegenheit, als einfluss-reicher Mitgestalter seine Wünsche, Ideen und Vorschläge einzubringen und aktiv einen neuen Lebensraum mit aufbauen.

Doch worum geht es genau?

Die Stadt Arnsberg hat in den letzten zehn Jahren ein neues Spielplatzkonzept umgesetzt und sich dabei an den wandelnden Ansprüchen der Bevölkerung und am demographischen Wandel orientiert. Schwerpunkt des Konzeptes war, dass die Spielplätze im Stadtgebiet zielgenau an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet werden. Daher konzentrierte man sich auf zentrale Knotenpunkte, die man qualitativ stark ausbaute oder neu errichtete. Im Rahmen dessen enstanden viele Themenspielplätze für Kinder in einem Alter bis 12 Jahren . An der Konzeption dieser Einrichtungen wirkten Kinder und Eltern selbst mit.

Um den Freizeitwünschen verschiedener Altersgruppen gerecht zu werden und eine ganz besondere Erholungs- und Freizeitlandschaft zu erschaffen, hat die Stadt Arnsberg das Spielplatzkonzept auf einmalige Weise erweitert: Auf dem Lüsenberg soll ein Natur-Erlebnis-Raum entstehen.

Ein Natur-Erlebnis-Raum ist eine Freizeiteinrichtung für alle Generationen, eine fantasievoll gestaltete Landschaft mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Diese deckt nicht nur die Bedürfnisse der Kinder ab, sondern ermöglicht die generationen-übergreifende Nutzung des öffentlichen Raumes.

Im naturnahen Gelände spielen Pflanzen die Hauptrolle. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil des Raumes, mehr noch, sie bilden und schaffen erst die Vielfalt und Kreativität von solchen Anlagen. Auf einem Naturgelände werden bis zu 200 Wildstaudenarten, 50-80 Wildgehölzarten, Beerensträucher und Blumenzwiebelarten gepflanzt. Hinzu kommen Wildblumenwiesen, Blumenrasen und Blumenschotterrasen. Erdmodellierungen mit Höhen und Tiefen laden zu Bewegung und Spiel ein.

Es handelt sich hier also keinesfalls um einen erweiterten Kinderspielplatz oder einen Abenteuerspielplatz der 70er Jahre. Natürlich gibt es auch Spielgeräte, aber nur einzelne, begleitend, mit einem herkömmlichen Gerätespielplatz nicht zu vergleichen.

Das kreative facettenreiche Schaffen vieler Menschen trägt zum Gelingen eines derartigen Projektes maßgeblich bei. Die lokale Bevölkerung, Gruppen, Schulen und Vereine sind daher herzlich zum Mitmachen aufgerufen. Erste Bürger-Ideen für die Gestaltung des neuen Natur-Erlebnis-Raumes sind ein Labyrinth, attraktive Sitzflächen. eine Boulespielfläche und auch die Idee eine Art Trimm-Dich-Pfad anzulegen. Ein Kindergarten wiederum möchte die Fläche für Naturerlebnisse mitnutzen.

Nach den Sommerferien wird die Steuerungsgruppe gebildet, die dann die Koordination des Projektes von der Planung bis zur Fertigstellung übernehmen wird. Wer in der Steuerungsgruppe oder beim Bau der Anlage mithelfen oder einfach nur eigene Ideen loswerden möchte, melde sich bitte beim Grünflächenmanagement, Tel.: 02932 964139, E-Mail: r.schmidt@arnsberg.de. Eine Onlineanmeldung ist unter www.Arnsberg.de/natur-erlebnis-raum möglich.

Zudem liegen im Stadtbüro Arnsberg, sowie in Arnsberger Geschäften Flyer mit Anmeldeformularen aus. Vom 31.07.13 bis einschl. 04.09.13 steht die Projektleitung jeweils Mittwochs von 14.00 – 16.00 Uhr Im Brückencenter Arnsberg für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Quelle: Stadt Arnsberg